Bereits bei der Einführung der 8,8-cm-Flugabwehrkanone im Jahr 1933 erkannte die Wehrmacht den Bedarf an einem leistungsstärkeren Flugabwehrgeschütz. Es wurde ein Auftrag zur Entwicklung eines 10,5-cm-Geschützes für die ortsfeste Verteidigung erteilt. Wettbewerber waren Krupp in Essen und Rheinmetall in Düsseldorf. Bis 1935 produzierten beide einen Prototypen und eine kleine Vorserie. Der Entwurf von Rheinmetall wurde schließlich angenommen und 10,5-cm-Flak 38 genannt. Sie wurde in acht Werken produziert, die über das ganze Deutsche Reich verteilt waren: Berlin-Erfurter Maschinenfabrik (DWM) in Erfurt, Benteler-Werke in Bielefeld, Krupp-Gruson in Magdeburg-Buckau, Eisenwerk Weserhütte in Bad Oeynhausen, Hanomag in Hannover-Linden, Mitteldeutsche Stahlwerke in Gröditz, Röchling'sche Eisen- und Stahlwerke in Völklingen und MAN in Augsburg.

 

Ab 1936 bildete die 10,5-cm-Flak 38 das Rückgrat der Luftabwehr im Deutschen Reich. Sie wurde sowohl auf Flaktürmen als auch in Flakgürteln rund um deutsche Städte eingesetzt. Der Bestand erhöhte sich im Laufe des Krieges, was ihre Bedeutung erkennen lässt. Während im September 1942 erst 500 Flak im Einsatz standen, waren es Dezember 1944 schon 1911.

 

Da die ursprüngliche Entwicklung auch ein Flak-Geschütz für die Marine vorsah, war auch eine Zwillingslafette konstruiert worden. Im folgenden Jahr wurde sie mit einem mehrteiligen Rohr ausgestattet und in 10,5-cm-Flak 39 umbenannt. Es wurden über 2600 Stück produziert und bei den Flakdivisionen eingesetzt. Ab 1940 wurde die noch stärkere 12,8-cm-Flak 40 eingeführt.

Das Modell ist von Airmodell, ein Resinbausatz mit Metallrohr, dazu die Flakcrew der Luftwaffe von Peddinghaus mit gedrehten Granaten aus Messing.

Hier wird die Größe des Geschützes besonders im Verhältnis zur 8.8. deutlich.
Hier wird die Größe des Geschützes besonders im Verhältnis zur 8.8. deutlich.
Rohrerhöhung auf 45 Grad.
Rohrerhöhung auf 45 Grad.
Unterm dem Geschützrohr die Rückholer, die das Rohr in die Ladeposition zurückführen.
Unterm dem Geschützrohr die Rückholer, die das Rohr in die Ladeposition zurückführen.
Rechte Seite mit Ladeschiene und Seitenrichtwerk.
Rechte Seite mit Ladeschiene und Seitenrichtwerk.
Bei größter Rohrerhöhung konnte die Plattform für den Einsteller der Schiesswerte zurück geschwenkt werden.
Bei größter Rohrerhöhung konnte die Plattform für den Einsteller der Schiesswerte zurück geschwenkt werden.
Ladeschütze mit 10,5cm Flakgranate.
Ladeschütze mit 10,5cm Flakgranate.
Flak auf Kreuzlafette-diese konnten auf einen Sonderanhänger laden werden und waren somit teilweise mobil eingesetzt.
Flak auf Kreuzlafette-diese konnten auf einen Sonderanhänger laden werden und waren somit teilweise mobil eingesetzt.
Die Granaten wurden per Hand zuerst auf die Zündeinstellschiene gelegt, ihr Sprengpunkt eingestellt und dann auf die Ladeschiene gelegt.
Die Granaten wurden per Hand zuerst auf die Zündeinstellschiene gelegt, ihr Sprengpunkt eingestellt und dann auf die Ladeschiene gelegt.
Entweder über das Kommandogerät 40 oder über Batteriebefehl wurden die Schiesswerte an die Richtschützen weitergegeben.
Entweder über das Kommandogerät 40 oder über Batteriebefehl wurden die Schiesswerte an die Richtschützen weitergegeben.