Diorama "Die Sendung mit der Maus" ist ein aktuelles Projekt von mir, das den Transport eines PzKw VIII "Maus" per Schienentransport beinhaltet. Eines der Endzeitprojekte des Dritten Reiches betraf die Entwicklung eines überschweren Panzers, der in dem 188 Tonnen schweren "Maus" Panzer realisiert worden ist. Neben einem Versuchsmuster mit Ballastturm wurde ein fertiges Exemplar definitiv gebaut und beide dann ab Ende 1944 in Kummersdorf getestet. Originalbilder zeigen diese Prototypen auch im Transport mit ihrem Spezialeisenbahntieflader.

Das Dragonmodell der Maus ist schon als Ballastturm-Prototyp und Standardprototyp vorhanden, in dem nun begonnen Projekt wird der Tieflader scratch gebaut und mit einem verfeinerten Dragonmodell(Infitiv-Korrekturteile, Ätzteile, sowie Verlinden-Motor und Getriebe) in Szene gesetzt.

Einer der Prototypen beim russischen Abtransport nach Kubinka. Wenn man genau hinschaut, sieht man die Wanne von V1 mit dem Turm von V2 kombiniert.
Einer der Prototypen beim russischen Abtransport nach Kubinka. Wenn man genau hinschaut, sieht man die Wanne von V1 mit dem Turm von V2 kombiniert.
Maus V1 auf dem vierzehnachsigen Reichsbahntieflader
Maus V1 auf dem vierzehnachsigen Reichsbahntieflader
Für den Scratchbau des Tiefladers liegen Originalpläne vor.
Für den Scratchbau des Tiefladers liegen Originalpläne vor.

Der Rohbau für den Maus-Tieflader ist beendet. Größtenteils scratch gebaut ergibt der Wagen die stolze Modelllänge mit Auffahrrampe von 95cm. Man kann einige Teile von den SSYMS-Waggons entnehmen, das Grundgerüst muss man aber komplett selber aufbauen. Die Rampe ist eine Panzerladerampe von Azimuth, sie kommt mit dem hier provisorisch auf dem Baugleis stehenden Rohbau dann aufs Diorama. Als Beladungs-Platzhalter fungiert hier der V1-Prototyp mit dem Ballastturm und den geschlossenen Laufrollen (hier ist der Dragon Bausatz korrekt!).

Jetzt geht es an den Bau der V2-Maus und das heisst viele Korrekturteile, Getriebe und Motorbau, Fahrerplatzbau,.... schaun wir mal.

14 Achsen verteilen die 188 Tonnen Gewicht.
14 Achsen verteilen die 188 Tonnen Gewicht.
Die Aufliegerwagen sind komplett scratch gebaut und natürlich beweglich für eventuelle Kurvenfahrt.
Die Aufliegerwagen sind komplett scratch gebaut und natürlich beweglich für eventuelle Kurvenfahrt.
Die Maus ruht im Schwerpunkt auf den mittleren sechs Achsen.
Die Maus ruht im Schwerpunkt auf den mittleren sechs Achsen.
Auffahrrampen und Fahrspur sind mit Holzbohlen belegt. Dies geht da die Maus dank guter Gewichtsverteilung nur 4,65 kg Bodendruck pro Quadratzentimeter erzeugt.
Auffahrrampen und Fahrspur sind mit Holzbohlen belegt. Dies geht da die Maus dank guter Gewichtsverteilung nur 4,65 kg Bodendruck pro Quadratzentimeter erzeugt.

Heute geht es weiter mit dem Rohbau der Maus 205-V2. Um eine korrekte Maus V2 dazustellen, habe ich hier die gelochten Laufrollen von Infinite Atelier eingesetzt. Zusammen mit einer Einzelglieder-Steckkette des gleichnamigen Herstellers lässt sich ein bewegliches Fahrwerk darstellen.

Die Resinrollen heben sich deutlich von den Plastikteilen ab, man sieht hier gut wie beweglich Rollenwagen und die viel feinere, neue Kette ist. Jedes Kettenglied setzt sich aus vier Teilen zusammen und bleibt dank Steckverbindung voll beweglich.
Die Resinrollen heben sich deutlich von den Plastikteilen ab, man sieht hier gut wie beweglich Rollenwagen und die viel feinere, neue Kette ist. Jedes Kettenglied setzt sich aus vier Teilen zusammen und bleibt dank Steckverbindung voll beweglich.

Motor- und Getriebedeckel werden nicht nur mit Lüftergittern von Eduard versehen, sondern aus der Dragon-Oberwanne vorsichtig ausgeschnitten. Der Verlinden-Resinsatz für Motoreinheit (der Diesel-MAN mit 1200 PS) und für die Getriebeeinheiten ist schön gemacht und passt perfekt in die Öffnungen. Die ausgeschnittenen Deckel passen somit später genau wieder an die vorherigen Stellen zum Einlegen.

Da man die Öffnungen sauber abkleben kann, kann man die Motorteile ruhig schon im Rohbau einsetzen, dies empfiehlt sich besonders, da sie unten etwas schmaler geschliffen werden müssen, um Ober- und Unterwanne zusammenzufügen.
Da man die Öffnungen sauber abkleben kann, kann man die Motorteile ruhig schon im Rohbau einsetzen, dies empfiehlt sich besonders, da sie unten etwas schmaler geschliffen werden müssen, um Ober- und Unterwanne zusammenzufügen.

Eduard bietet einen schönes Ätzteilset zur Verfeinerung der "Maus" , insbesondere des Fahrerraumes - mit etwas Riffelblech und Verdrahtung der Funkgeräte, Feuerlöscher und Sitzkissen ist zumindest Fahrer- und Beifahrerplatz vorne somit detalliert. Auch wenn man später davon durch die offene Einsteigsluke nicht mehr allzuviel sehen wird. Fahrerabteil war übrigens vom Kampfraum getrennt und der Kommandant gabe seine Richtungsbefehle über Kopfhörer weiter.

Im nächsten Bauabschnitt wird die Inneneinrichtung und die Motoreinbauten geairbrusht und bemalt und schon gealtert. Der Fahrerraum bekommt einen Grundanstrich in Altweiss, Funkgeräte , Feuerlöscher und Sitze bringen etwas Farbe hinein.

Rostschutzfarbener Motorraum mit dem starken Dieselaggregat,
Rostschutzfarbener Motorraum mit dem starken Dieselaggregat,
Antriebsgetriebe sehen nun realistisch aus.
Antriebsgetriebe sehen nun realistisch aus.

Neben dem Bausatzrumpf kommt hier der Resinturm von Atelier Infiniti zum Einsatz, dazu ein Metallrohr, das das Verschleifen des Bausatzrohrs erspart und außerdem viel stabiler ist.

Die Scheinwerferverkabelung, sowie Antennenfüße müssen bei der V2-Version nachgerüstet werden.
Die Scheinwerferverkabelung, sowie Antennenfüße müssen bei der V2-Version nachgerüstet werden.
Hier sieht man die scratch ergänzten Verlängerungen der Schleppösen am Fahrzeugheck, hier hat Dragon gepennt. (oder sich zu sehr an dem Kubinka-Prototyp orientiert)
Hier sieht man die scratch ergänzten Verlängerungen der Schleppösen am Fahrzeugheck, hier hat Dragon gepennt. (oder sich zu sehr an dem Kubinka-Prototyp orientiert)

Hier nun der erste Farbaufrag ohne Mikrobemalung, Washing  und Trockenbemalen. Die V2 Version bekam schon auf sandgelben Untergrund einen Tarnverlauf mit rotbraunen und grünoliven Farbverläufen. Jetzt heben sich die Öffnungen mit den Einbauten gut ab.

Die Lücken zwischen den Einbauteilen kann man im Diorama dann mit den Luken überdecken.
Die Lücken zwischen den Einbauteilen kann man im Diorama dann mit den Luken überdecken.
Der Infinti-Turm hat eine sehr schöne Gusstruktur und ist nicht so glatt wie der Dragon Vorgänger.
Der Infinti-Turm hat eine sehr schöne Gusstruktur und ist nicht so glatt wie der Dragon Vorgänger.
Deutlich kann man die gelochten Laufrollen erkennen.
Deutlich kann man die gelochten Laufrollen erkennen.
Die gewaltige 200mm starke Frontglacis.
Die gewaltige 200mm starke Frontglacis.
Die markanten Abprallerschürzen auf dem Motordeck sind auch  ein Teil der Motorabdeckung
Die markanten Abprallerschürzen auf dem Motordeck sind auch ein Teil der Motorabdeckung

Auf dem fertigen Trailer wird die V2-Maus fest verzurrt, wie zum Antransport- verkeilt mit Unterlegbalken und mit Ketten verzurrt. Noch ist das ganze Gleis auf dem Montagebrett, um dann später in das Diorama verlegt zu werden.

Das Mittelteil mit der Maus ist nun fest montiert, Drehgestelle und Auffahrbühne bleiben flexibel.
Das Mittelteil mit der Maus ist nun fest montiert, Drehgestelle und Auffahrbühne bleiben flexibel.
Logischerweise sind die Ablagerungen auf dem Fahrweg des Waggons, noch nicht auf der Auffahrbühne (wir befinden uns VOR dem Abladen!)
Logischerweise sind die Ablagerungen auf dem Fahrweg des Waggons, noch nicht auf der Auffahrbühne (wir befinden uns VOR dem Abladen!)
Unterschiedlich, lasierende Brauntöne ergeben die Hozstruktur der Auflagefläche.
Unterschiedlich, lasierende Brauntöne ergeben die Hozstruktur der Auflagefläche.
Deutlich hebt sich die Maus in ihrer sandgelben Tarnung von dem schwarz-grauen Reichsbahntrailer ab.
Deutlich hebt sich die Maus in ihrer sandgelben Tarnung von dem schwarz-grauen Reichsbahntrailer ab.
Kreuzweise sind die Verzurrketten gespannt. Sicher war die Maus für ihren Transport von Böblingen nach Kummersdorf noch komplett abgeplant, dies muss ich dann durch eine danebenliegenden Plane im Diorama berücksichtigen!
Kreuzweise sind die Verzurrketten gespannt. Sicher war die Maus für ihren Transport von Böblingen nach Kummersdorf noch komplett abgeplant, dies muss ich dann durch eine danebenliegenden Plane im Diorama berücksichtigen!
Wirkt schon realistisch...
Wirkt schon realistisch...
Deutlich sind die stark rußenden Auspuffrohre an dem seitlichen Aufbau zu erkennen.
Deutlich sind die stark rußenden Auspuffrohre an dem seitlichen Aufbau zu erkennen.
Die Beschriftungen sind von Peddinghaus (zwar für einen 80-Tonnen SSYMS, aber besser als garnichts).
Die Beschriftungen sind von Peddinghaus (zwar für einen 80-Tonnen SSYMS, aber besser als garnichts).
Schwere Technik pur.
Schwere Technik pur.
Auf geht's an Diorama..aber dafür machen wir eine neue Seite auf.
Auf geht's an Diorama..aber dafür machen wir eine neue Seite auf.

Zum Abschluss nochmal ein Originalbild, daß den Spezial-Tieflader im Einsatz mit der Mauswanne beim Transport zum Testgelände 1944 zeigt.

Und hier geht es zum Diorama!