Das Pionierlandungsboot, kurz Pilabo genannt, war ein Landungsboot der Wehrmacht für Truppen- und Nachschublandungen an offener Küste, konnte aber auch allgemein als Fähre benutzt werden.

Da die Wehrmacht noch über kein modernes Fährmittel, insbesondere nicht für die Landung von Panzern an Küsten, verfügte, wurden ab Ende der 1930er Jahre solche Fährboote entwickelt. Als bestes Boot erwies sich der Entwurf der Bodan-Werft in Kressbronn am Bodensee, die das Pionierlandungsboot 39 schuf, welches 1940 in Serienfertigung ging und im September 1940 in den Truppendienst kam. Das Pilabo 39 war in zwei spiegelgleiche Längshälften für den Bahntransport zerlegbar. Es war 15 m lang, 4,7 m breit und hatte zwei Dieselmotoren à 86 PS, die dem Boot eine Geschwindigkeit von 20 km/h verliehen. Bei einem Eigengewicht von 20 Tonnen hatte das Pilabo 39 eine Ladefähigkeit von 20 Tonnen.

Die auf die Pilabos 39 folgende Serie der Pilabos 40 hatten die gleiche Motorenanlage und die gleiche Zerlegbarkeit wie die Pilabos 39, waren aber größer: 19 m lang, 5,93 m breit und 30 Tonnen schwer.

Das Modell von Schatton Modellbau ist ein interessanter Mixed-Kit aus guten Resinabgüssen und Cad-Cam Hartkartonteilen. Rainer Hildebrandt und Robert Schatton haben dieses Modell zusammen optimiert und entwickelt und den Bausatz so gelöst, daß man die beiden planmäßigen Hälften des Bootes auch getrennt zeigen kann. Also zeige ich hier das Modell im Moment der Bahnabladung, eine Hälfte auf dem 4-achsigen Eisenbahntieflader und die andere Hälfte schon gewassert. So wird die technisch sehr interessante Lösung deutlich.