Dieses Auftragsdiorama soll einer der typischen "Fallen" für schwere Panzer anhand eines späten Pzkw. V Panther darstellen. Das Originalbild zur Inspiration meines Auftraggebers zeigt zwar einen Panther der 1. Panzerdivision der Wehrmacht-wir nutzen jedoch den neuen späten Panther G von Meng, der gerade jetzt zu Beginn 2022 erschienen ist. ..und verlegen die Szene ins Italien 1945 mit einer Begegnung mit vorrückenden US-Truppen. Arbeitstitel "The panther trap".

Gut am Original zu sehen ist der Kettendurchhang aufgrund der prekären Lage des 45-Tonners. Auch die Abbruchkante an Betonbrückenpfeiler ist bemerkenswert für die spätere Umsetzung. Dazu natürlich die Vielzahl an Bruchholz der ehemaligen Brückenkonstruktion.

Der Hauptdarsteller wird mit dem aktuellen Panther-G-spät Bausatz von Meng gebaut. Ein sehr guter Mixed-Bausatz aus Plastik, Ätzteilen etc. Dieser Bausatz ist für unser Vorhaben ideal, da man das gesamte Laufwerk durch das Weglassen der Drehstäbe-Richtteile im Innern erlaubt, die Laufräder aus- und eingefedert darzustellen. Luken werden alle geöffnet dargestellt, da die Besatzung nach dem Einsturz das Fahrzeug verlassen hat.

Zwei Bögen Ätzeile finden vor allem bei den Lüftergittern und bei bei den Kettenschürzen Verwendung. Ein paar verbeulte Seitenschürzen übernehmen wir für das Diorama ans Modell. Verbeult werden natürlich auch die Staubfänger und z.B. der Rohrreinigungsbehälter.

Für das Plastikbausatzrohr wird als Verbesserung ein gezogenes Metallrohr von Aber verwendet. Das ist natürlich deutlich besser. Die dazu gehörende Rohrschutzhülle kommt später ans Modell.

Das Heck mit den späten Staukästen und den großen Flammenvernichtertöpfen auf den Auspuffrohren. Geöffnete Luke am rückwärtigen Turm.

Der Turm mit der Tieffliegerzusatzpanzerungen. Auch die hinteren Lüfteröffnungen bekamen zusätzliche Panzerkästen. Hier kann man gut sehen, wie die Seitenleisten am Rumpf aus Ätzteilen es erlauben, hier masstabsgetreu zu "verbeulen".

Probeaufbau auf dem Rohbau der Dioramabase. Der Panther passt so an den Betonpfeiler. Die ramponierten Brückenteile werden dann in den feuchten Gipsuntergrund eingearbeitet. Im Vorfeld kommen dann Figuren und ein US-Jeep dazu. Hier kann man gut sehen, wie das Laufwerk am Brückenpfeiler einfedert.

In der Rohbauphase wird die Platzierung des Willys Jeeps und den weitern fünf Figuren festgelegt. Sie bringen wieder den Größenvergleich zu der doch dramatischen Szene mit. Neben Resinfiguren für den sich ergeben deutschen Panzersoldaten und den Jeepfahrer, stellen fünf Dragon GI's die staunenden Mitstreiter.

Als Basiskit für den Jeep dient der immer noch gute Tamiya-Jeep, jedoch hier mit einem sehr schönen Zusatzpakte von Manits aufgepeppt. Dies enthält neben einer Persening für Fahrerraum und Windschutzscheibe einen neue Frontstosstange und viele Gepäckstücke, die später den Innenraum schmücken.

 

Die Fahrerfigur kommt von "the bodi". Natürlich muss mit den vielen Resinteilen das ganze Modell erst komplett grundiert werden, um die einzelnen Materialen zu egalisieren.

Zuerst wird der Panther G koloriert, mit Decals versehen und gealtert. Hier wird ein Fahrzeug des Panzerregiments 26 in Italien 1945 umgesetzt. Auf einem Basisanstrich in Dunkelgelb erfolgt ein freies Tarnmuster aus einem blassem Grün und verdünntem Rostbraun. Postshading mit Dunkelbraun und Deck-Tan bringen die Modulation ins Modell. Hierauf können dann die Decals und das Feinchipping aufgetragen werden.

Motordeck mit Sprit und Benutzungsspuren bietet mit vielen Details eine schöne Basis für die Alterung. Das "italienische" Fahrzeug hat eine relativ selten Turmnummerierung, die mit dem späten Kriegszeitpunkt auch sehr klein ausfällt. Hier kann man auch gut die verrosteten Auspufftöpfe am Heck erkennen.

Feine Regenwasserablaufspuren und Roststellen durchbrechen die weichen Tarnverläufe. An Ecken und Kanten wurden Blätter hinterlassen, die wir später auf dem Diorama als Bewuchs wiederfinden.

Auch die Jabo-Panzerung wie hier auf dem Turmdach ist in die Tarnung mit einbezogen. Da sie kaum Rostschutz bekommen hat, fängt sie schon an den Kanten entsprechend zu korridieren. Turmluk ist geöffnet, feine silbrige Kanten zeugen vom Ein- und Aussteigen.

Das Durchfedern der Laufrollen durch die extreme Hanglage wird nun deutlicher. Hier sind auch die verbliebenen Seitenschürzen nun eingehängt.

Auch in den Laufrollen hats sich der Dreck gesammelt. Dazu sind die Ölspuren des Schmiermittels an den Laufrollenhalterung symptomatisch.

Am heck sind beiseitig verbliebenes Ersatzkettenglieder aufgehängt. Hier kann man gut den durchgehenden Tarnverlauf von Turm zur Wanne ausmachen.

Der Bug mit der Wannenverschmutzung. Das Bug-MG hat den für Marschfahrt typischen Stopfen mit der feinen Kette zur Luke des MG-Schützen.

Das Pendant, der kleine Willys Jeep, kommt im klassischen Olivgrün daher, aufgehellt und abgedunkelt werden die Proportionen betont. Fahrer und Beifahrer passen perfekt in die kleinen Sitze. Aber was den jeep jetzt interessant macht ist vor allem der Zurüstsatz von Mantis.

Neben den khakifarbenen Persennings haben die GI's ihre private baseballausrüstung an Bord, ohne dies geht der US-Boy nicht auf Patrouille.

Alles liegt griffbereit im Fahrzeug verstreut, Baseballschläger, Handschuh mit Ball und natürlich das obligatorische Trikot.

Das fertige Diorama orientiert sich nahe an der Originalvorlage. Dramaturgisch gruppieren sich die US-Soldaten, der sich ergebene deutsche Soldat und Jepp um den Hauptdarstellern und wir nutzen beide Ebenen am Boden der eingebrochene Brücke und oben am Brückenkopf.

So kann man ganz schön um die Szene "herumwandern", sodaß sich immer wieder neue Perspektiven ergeben. Der eingebrochene Panther wurde mit einer Vilezahl Trümmerstücke unterfüttert, was das Gewicht des Kampfpanzers umso mehr verdeutlicht.

Die Schlüsselszene ist am Fuße des Panthers zentral angelegt. Der deutsche Panzersoldat trägt ein Mixed aus Uniformteilen, wie es für das Ende des Krieges typisch ist.

Oben am Brückenkopf staunen zwei weitere GI's über die damatische Szene.

Dabei bietet der kleine Jeep jetzt einen schönen Kontrast zum dem 45-Tonnen-Ungeheuer.

Ein schönes Motiv auf kleinem Raum, eine schöne Geschichte mit wahrem Hintergrund.