Operation Nimrod: Die Geiselnahme in der iranischen Botschaft in London 1980 (englisch Iranian Embassy Siege, dt.: Belagerung der iranischen Botschaft) war eine von arabischen Terroristen durchgeführte Aktion. Die Besetzung und Geiselnahme wurde mit der Operation Nimrod, einem vom Special Air Service (SAS), der bekanntesten britischen militärischen Spezialeinheit, durchgeführten Unternehmen, durch Stürmen des Gebäudes beendet. Die Ereignisse gingen durch die Weltnachrichten und wurden teilweise live übertragen. Die erfolgreiche Befreiung der Botschaft brachte dem SAS weltweite Aufmerksamkeit.

Die Befreiung selbst begann am 5. Mai 1980 um 19:23 Uhr am hinteren Teil des Gebäudes mit der Explosion einer Sprengladung an einer Treppe, 23 Minuten nachdem die tote Geisel aus dem Gebäude geworfen worden war. Dies war das Signal für einen Teil des SAS, sich vom Dach abzuseilen und das obere Stockwerk durch die Fenster zu stürmen. Gleichzeitig wurde die Stromversorgung des Botschaftsgebäudes abgestellt. Zur selben Zeit benutzte ein anderes Angriffsteam spezielle Geräte (im Englischen frame charges, dt.: „Rahmenladungen“ genannt), um die Fenster an der Front des Gebäudes, die dort gelegenen Räume unter Feuer nehmend, zu entfernen. Währenddessen hatte der Polizist Trevor Lock, der in der Botschaft als Wache Dienst hatte, eine Begegnung mit Salim, dem Anführer der Bewaffneten. Als ein SAS-Offizier am Fenster erschien, stieß Lock den Terroristen beiseite und hinderte ihn damit daran zu schießen. Das britische Kommando kam daraufhin in den Raum und erschoss Salim. Trevor Lock erhielt dafür später die George Medal.

In der Panik und der Verwirrung, die den Explosionen folgte, begannen die Geiselnehmer, im zweiten Stockwerk auf die männlichen Geiseln zu schießen. Eine Geisel, der 31-jährige Ali Samadzadeh, wurde dabei getötet, zwei weitere wurden verletzt.[2] Anderen Geiseln zufolge entschieden sich die Terroristen dann, aufzugeben und ihre Waffen aus dem Fenster zu werfen. Der SAS betrat den Raum und verlangte von den Terroristen, sich zu identifizieren. Zwei der Geiselnehmer wurden sofort erschossen. Die Geiseln wurden vom SAS aus dem brennenden Gebäude gebracht. Im Verlauf dessen wurde ein weiterer Terrorist, der angeblich eine Handgranate trug, von Spezialkräften erschossen. Außerhalb der Botschaft wurden die Geiseln zu wartenden Krankenwagen geführt. Ein sechster Bewaffneter, Fowzi Badavi Nejad, wurde unter ihnen entdeckt und von der Polizei abgeführt.

Die gesamte Operation Nimrod hatte weniger als 15 Minuten gedauert. Im Rahmen der Operation wurden fünf der sechs Terroristen getötet. Eine Geisel starb und zwei weitere Geiseln wurden verletzt. Auch ein SAS-Mitglied, „Tak“ Takavesi, wurde bei der Aktion von aus dem Gebäude hochschlagenden Flammen verletzt, als er sich in seinem Seil verhedderte, führte den Einsatz aber zu Ende. 19 Geiseln wurden in Sicherheit gebracht.

Um die Situation im Masstab 1:35 umzusetzen, brauchen wir neben dem entsprechenden Figurensatz aus Resin aus Hongkong auch ein genaues Studium der Hausfront des Botschaftsgebäudes. Hier können wir nur auf wenige Basismaterialen wie Fenster (z.B. von Design-Style) oder die Eingangssäulen(aus dem Krippenmodellbau) zurückgreifen. Auch die Metallzäune an der Frontseite sind ungefähr verfügbar (z.B. als Ätzteilsatz). Ansonsten baue ich das Gebäude scratch auf. Hier liegt der Focus auf dem Balkon über dem Haupteingang, von hier sind die SAS Soldaten ins Gebäude gelangt, nachdem sie sich vom Dach abgeseilt haben. Also sollte man hier die Tür im 1. OG offen darstellen und etwas Zimmertiefe mit aufbauen.

Die Umsetzung der Botschaftsfront in 1:35 mit den Erdgeschoss und 1./2.Etage hat eine Größe von circa 24x42cm. Fenster und Türen kommen von MiniArt oder von Style-Design als Lasercuts. Die beiden Eingangssäulen stammen aus dem Krippenmodellbau. Die feinen Eingangszäune sind Fotoätzteile von Royal Models. Viel wichtiger sind die konischen Balkonbalustraden, die hier viermal als Resinguss von einem griechischen Label kommen.

Die Grundskizze wird mit den Rohbauten 1:1 gezeichnet und gibt die Größen der nun einzeln zu erstellen Frontelemente aus Styrodur und Plastikcard vor.

Umgesetzt aus Styrodur, Lasercut-Holz, Gips und Resinteilen  ergibt sich annähernd die Front der Botschaft. Inklusive dem zweiten Stock ergibt sich somit eine gute Größe, um die SAS Figuren sich abseilend von oben darzustellen.

Die Grundfläche ist dabei wieder schräg aufgestellt, hier ergibt sich dann noch genug Strraßenfläche für ein parkendes Auto, wie es damals in der Straße vor der Botschaft während der dramatischen Ereignisse stand. Die große Balkontür im 1.Stock hat ein Stück Innenraum nach hinten, um hier Tiefe darszustellen, die anderen Fenster bekommen nach der Kolorierung Glas- und Papierhinterklebungen. Vorne neben den Säulen die Vormauern mit den schwarzen Eisenzäunen.

Wie das Original erscheint die finale Botschaftsfront nun in Weiss getüncht. Aus dem Balkon schlagen nun die schwarzen Rauchschaden des SAS Angriffs.

Am Sockel können nun Bilder und Schild der zitierten Szene von 1980 angebracht werden. Auf Wunsch auch die iranische Flagge am Flaggenmast, obowhl diese von den Terroristen während ihrer langen Botschaftsbesetzung sofort eingezogen wurde.

Für zwei Terroristen bei der Geiselbefreiung kommen zwei Figuren von MB Models zur Verwendung. Eine knieende Figur und eine stehende Figur, die man später durch den geöffneten Balkon sieht.

Das fertige Diorama mit den acht SAS-Kommandos der Befreiungsaktion als Resinfiguren seilen sich nun vom Dach zum Balkon ab, um die Geiseln zu befreien.

Für die Straßenbelebung bieten sich ein zivilisierter britischer Landrover an.

Zusammen mit einem Reporter, der sich nah an das Geschehen heranwagt, steht er mit Absperrband im Halterverbot.

Ein Fotoband mit Szenenbeschreibung ergänzt den Sockel.

Der Landrover ist ein "zivilisierter" Italerie-Bausatz.

Der moderne Foto-Reporter kommt als derzeit seltene Figur von MIG.

Die iranische Botschaftsflagge bringt Farbe vor das Gebäude.

Mit Hubschraubern wurde das Kommando aufs Dach gerbacht und seilte sich von dort auf die Vorderfront der Botschaft ab.

Eine spannungsgeladene, aktionsreiche Szene. Die speziell für die Operation Nimrod entwickelten Hongkonger Resinfiguren sind sehr gut gemacht und perfekt für die Geschichte in 1:35.