Der Char 2C oder Char de Rupture (deutsch: Durchbruchpanzer) war ein französischer Panzer, der 1917 geplant, allerdings erst nach dem Ersten Weltkrieg gebaut wurde. Ab 1922 wurde er ausgeliefert und war lange Zeit das am besten gepanzerte Kampffahrzeug der Welt.

Er war mit einer 75 mm Kanone und 4 Maschinengewehren (MGs) ausgerüstet, ein Exemplar verfügte statt der MGs über eine 155 mm Kanone. Mit 12 Metern Länge und 68 Tonnen Gewicht war er fast doppelt so lang und mehr als doppelt so schwer wie der deutsche A7V. Das große Gewicht war auf die enorme Größe und die Panzerung zurückzuführen. Mit den in 7 Treibstofftanks vorhandenen 1260 Litern Kraftstoff wurde eine Reichweite von 150 Kilometern erreicht.

Als Grundmodell dient im diesem Fall nicht das aktuelle Kit von Meng, sondern noch ein "Oldie", der Resinbausatz von ADV. Das ist natürlich noch ein klobiger Brocken mit durchschnittlicher Gussqualität, aber für die spätere Flussdurchwatung reicht er allemal.

Die weiss abgesetzten Teile zeigen, wo Plastikcard zum Einsatz kommt.Mit im Rohbau sind auch schon entsprechende Erdspuren am Modell mittels Erde un Weissleim angebracht-schließlich wollen wir ja das Monstrum im Gelände zeigen.

Die Nummer "93" war 1940 mit einem interessanten Tarnmuster versehen. Die entsprechenden Decals kommen noch, da sie in dem Resinbausatz nicht vorhanden sind. Grüne Tarnstreifen mit harten Kanten auf sandgelben Untergrund.

Die überlange Kette auf jeder Seite wurde rund um den Rumpf typischerweise für einen WW I Panzer geführt. Die Bodenfreiheit war mit den zusätzlichen Schürzen für die unteren, kleinen Laufrollen sicher äußerst gering.

Markant auch die seitlichen Rumpf-MGs in ihren nach vorne gerichteten Erkern. Der vorder Gefechtsturm beherbergte gleich zwei Geschütze übereinander.

Zum Schutz des Heckbereiches ein kleiner MG-Turm, hinter dem der Schütze in einer Art Konservendose das Umfeld beobachten konnte.

Auch am Bug ist ein MG in Kugelblende nach vorne gerichtet, darüber der großformatige Fahrscheinwerfer. Beachte die massiven Abschleppösen, die ja bei 68 Tonnen Gewicht sicher auch nötig waren.

Auf dem Dach die doppelte Auspuffanlage und die großen Ansaugschächte für den darunter liegenden Motor.

Massive Verwitterungs- und Alterungsspuren sind bei einem schon 20 Jahre aktiven Fahrzeug legitim.

Die Ketten sind schon für das Diorama mit Erdspuren versehen. Nach dem intensiven Altern ist die Tarnung nur noch rudimentär zu erahnen.

Die Kette ist so gebogen, damit sie dynamisch sich dem Geländeuntergrund später anpasst.

Auf jeder Flankenseite ermöglichen Panzertüren den Durch- bzw. Ausstieg zum oder aus dem Fahrzeug. Beachte die intensiven Rostspuren und Schlieren, die sich bei einem so stark genieteten Modell geradezu anbieten.

Auch der Turm ist in allen Randbereichen stark gealtert, was das ganze Gefährt noch martialischer erscheinen lässt.

Dies ist ein französisches PR-Videovon 1939, daß den 2C in ungewöhnlich schneller Geländefahrt zeigt. Seine Durchwatung eines kleinen Flusses ist das Vorbild für mein Diorama.

Für das geplante Diorama ist in diesem Fall zuerst die Figurengruppe von Verlinden, drei französische Offiziere um 1939, angelegt worden. Sie zeichnen sich durch die typischen Offizierskappen aus und bilden eine schöne Gruppe für die Vorführung des Fahrzeuges.