Die Fieseler Fi 103 war der erste militärisch eingesetzte Marschflugkörper. Sie wurde als eine der „Wunderwaffen“ in der NS-Propaganda des Zweiten Weltkriegs auch V1 (Vergeltungswaffe 1) genannt. Die Entwicklung der Gerhard-Fieseler-Werke in Kassel trug den Tarnnamen FZG 76 für Flakzielgerät 76 und war im Frühjahr 1944 einsatzbereit. Von Juni 1944 bis März 1945 wurden ca. 12.000 Fi 103 von der Wehrmacht hauptsächlich gegen Ziele in England (London) und Belgien (Hafen von Antwerpen) eingesetzt.

Das im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums ab Mitte 1942 entwickelte „Ferngeschoß in Flugzeugform“ war mit fast einer Tonne Sprengstoff beladen und wurde daher umgangssprachlich auch „Flügelbombe“ genannt.

Die Fi 103 startete von einer Startrampe, die nach ihrem Konstrukteur, dem Kieler Unternehmer Hellmuth Walter, Walter-Schleuder genannt wurde. Sie hatte eine Länge von 48 Metern und eine Höhe von bis zu 6 Metern.

 

Takom präsentierte etwas verspätet in 2023 einen kompletten Bausatz der V1 mit einer 100cm langen Startrampe, Startaggregat, Fernsteuereinheit und zwei Katapultkolben. Zwar greift man spontan zu einer Tarnbemalung auch für die Startrampe, das war aeher selten, hierfür gibt es nur für die Anlage in Peenemünde einen fotografischen Hinweis. Da alles unter Zeitdruck entstand wurden die schnell aufgebauten Startrampen nur schnell in Dunkelgelb getarnt.

Der Flugkörper selber im Rohbau am unteren Ende der Rampe. Die Bauteile sind alle sehr gut angelegt, wirkt alles etwas größer als der alte Kit von Accurate Armour, einzig die Übergänge von Segment zu Segment müssen leicht gespacheltet werden.

Der Druckgaserzeuger für den Katapultstart mischte verschiedene Gase zu einem explosiven Gemisch, der dann den massiven Kolben durch die Rampe jagte, an dem Flugkörper angehängt war. Erst nach dem Verlassen der Rampe stellte sich der Flugkörper scharf.

Das fertige, kolorierte Modell ist nicht nur durch die imposante Rampenlänge, sondern auch durch die nun getarnte V1 ein Hingucker.

Alle dunkelgelben Teile wurden in 2-3 Gängen gealtert und so alltagstauglich gestaltet. Die V1 selber bekam ein oben ein abgeklebtes Tarnmuster des Flakregiments 155 in Frankreich 1944. Dazu gehören auch die auffälligen roten Kreuze vorne am Rumpf.

Im realen Einsatz, kommen wir dem Modell relativ nahe.

Hier gehörtt auch das Fernsteuergerät hin, baut man die ganze Anlage auf.

Dazu dann zwei Katapultschlitten, die real weit über 100 kg wiegen.

So sieht der reale Schlitten auf seinem Ansetzbock aus.

Ein schönes Set, um die gewagte Technik der berühmte V1 darzustellen.