Diorama "The italian death alley" fängt eine typische Situation im Kampf der allierten Streitkräfte gegen die deutschen Verteidiger im Frühjahr 1944 in Italien ein.

Nur zäh kämpft sich die allierte Feuerwalze auf engen italienischen , oft gebirgigen Straßen, nach Norden und trifft bei ihrem Vormarsch auf verlassene deutsche Fahrzeugwracks.

Hauptdarsteller auf dem Diorama ist ein im Frühjahr 1944 erstmalig an der italienischen Front eingesetzter US Panzerjäger M18 Hellcat.

Der Rohbau in 1:35 entsteht auf Basis des hervorragenden Bausatzes von Tamiya. Dieser wird ergänzt durch einen Gepäcksatz von Blackdog, der das überall außen mitgeführte Gepäck der Besatzung beinhaltet. Der winzige Inneraum hat absolut kein Volumen, um das Gepäck der vierköpfigen Crew innen mitzuführen.

Neben der sehr gute Tamiya-Figur aus dem Bausatz ergänzen zwei Resinfiguren die Crew, eine davon beim Betanken des Fahrzeuges. Dazu wird eine der Tankstutzen offen dargestellt.

Koloriert wird in Basis-Olivgrün mit Aufhellen und Abdunkeln in den Tiefen. Die schönen markanten Markierungen stehen für einen frühen Hellcat (erkennbar an den vorderen Kettenschürzen) der C-Kompanie des 805ten Panzerjäger-Batallions im März 1945.

Die Luken sind geöffnet und das Fahrzeug ist mit allerlei Gepäck behängt. Markant auch der schöne Staubschutz für die Kanonenblende, hier natürlich in einem Khaki-Ton gehalten.

Um die italienische Atmosphäre des Dioramas noch zu unterstützen haben die GI's auf dem Turm neben einer Menge italienischen Weines auch ein erbeutete Gitarre mitgeführt. (Resinteile und 3-D-Druck von Royal-Models und AIM). Das Alkoholproblem unter den vorrückenden GI's war auch Gegenstand vieler Befehlsanweisungen an die Truppe, sich zu mäßigen.

Die finale Verstaubungen der Unterwanne erfolgt dann später in gleichen Staubton wie auf dem Diorama, sodaß beide Teile zueinander passen.

Das Heck ist mit leeren Hülsen der 75mm-Bordkanone übersät. Sie flogen gleich aus dem engen Kampfraum. Hier als Messinghülsen als Zubehör.

Klein, wenig, aber bedrohlich genug. Auch die Kettengliedtrenner und die Zahnräder des Triebrades wurden metallisiert.

Fertig fürs Diorama und aufgrund des schönen Zubehörs ein Blickfang.

Als Pendant fungiert ein Sdkfz.222, ebenso von Tamiya allerdings in neuerer Ausführung mit Ätzteilen für den Gitterkäfig des Turmes und einem Metallrohr. Daraus wird ein abgeschossenes Wrack, sozusagen die Beute des Panzerjägers erstellt.

Alle maßgeblichen Teile werden dazu beschädigt dargestellt. Treffer haben die Wanne auf gesprengt. Um ein ausgebranntes Wrack darzustellen, sind bei einem Radpaar nur die Felgen noch vorhanden, die vorderen Reifen bekommen einen "Platten".

Werkzeug- und Feuerlöschhalterungen sind nur noch als Halterungen vorhanden und werden aus Ätzteilen aufgebaut.

Neben einer Grundierung erfolgt zuerst der dunkelgelbe Basisanstrich mit einem weichen Tarnmuster mit grünen Streifen. Danach werden die Brand- und Sprengstellen mit einem rotsroten und immer dunkler werdenden Umfeld geairbrusht. Washing und Trockenbemalen betonen die Details.

Die Kleinteile für das Umfeld werden ebenso behandelt, sie sind für eine glaubhafte Dioramaszene wichtig.

Besonders die Wannentreffer bekommen so eine entsprechende Betonung. Die weisse Asche der verbratenen Gummiteile folgt mit Pigmenten erst auf dem Diorama selbst, da sie überall, auch auf dem Boden, sich verteilt.

Der Grundaufbau des Dioramas zur Abstimmung: Die italienische Kopfsteinpflasterstraße hat einen leichten Anstieg quer durch das ganze Format. Das Wrack liegt als ausgebranntes Fahrzeug schräg am Hang. Beide Seiten der Straße werden später von dürren italienischen Bäume eingerahmt. Eine kleiner Gebetsstein und Straßenpolder sind kleine Accessoires einer Vormarschstraße.

Die für Italien kleinwüchsigen Bäume für die Allee mit der kleinen, meist ausgetrockenen Krone, werden selber erstellt. Der Stamm aus gedrehtem Draht der mit Erde eine Rinde erhält. Moosgras und getrocknete Blätter ergeben die Krone.

Die gravierte Kopfsteinpflasterstraße wird mit Washing, Pigmenten und verschiedenen Steinfarben zu Leben erweckt. Das dünne Stryodur wird dazu vorher angeschliffen und ist in der dünnen Stärken auch über den Hang biegsam.

Das Gelände wird mit gefärbtem Gips modelliert, Gras und Streu fassen den Gedenkstein, das Wrack des Sdkfz. 222, Grenzsteine usw. ein. Die Bäume werden alleemäßig rechts und links des Weges verteilt. Die Umgebung des Wracks wird russchwarz eingefärbt.

Das fertige Diorama hat nochmal eine Umbau der Baumreihen, damit der Blick auf den M18 freibleibt. Resinfiguren von Alpine, die Tamiya-Figur und ein Zivilist von MiniArt beleben die Szene.

So sieht die spannungsgeladene Szene aus "Augenhöhe" aus. Vorsichtig tastet sich der M18 auf der engen Straße nach Norden vor, begleitet von US-Infanterie passiert man ein verlassenes, zerstörtes deutsches Fahrzeug auf der "italian death alley".

So begegnen sich die Gegner ein letztes Mal.

Der M18 Hellcat hat den Turm auf 2 Uhr gedreht..Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

Begrüßung durch einen italienischen Zivilisten..die Befreier sind da.

Kann er dem kartenlesenden US-Panzersoldaten den Weg weisen?

Das ausgebrannte Sonder-KFZ 222 hängt hier im Straßengraben.

In der richtigen Umgebung kommt der vollgepackte M18 gut zur Geltung.

Zwischendurch wird nachgetankt, der marschierenden US-Soldat sichert nach hinten ab.

Ein schölnes spannendes Projekt mit einer interessanten Story-telling.