Die Grumman A-6 Intruder war ein Kampfflugzeug der US-Marine, das abgeleitete Modell EA-6 Prowler ein Flugzeug für die elektronische Kampfführung. Die A-6 war zwischen 1960 und 1997 im Dienst, die EA-6 wird seit 1970 eingesetzt. Sie soll 2019 außer Dienst gestellt werden. Ihr Nachfolger soll die Boeing EA-18 sein.

Die erste Version der Intruder war um das komplexe und damals hochmoderne DIANE-System (Digital Integrated Attack/Navigation Equipment) herumgebaut, das auch bei Nacht und schlechtem Wetter eine hohe Treffergenauigkeit sicherstellen sollte. DIANE bestand aus mehreren Radarsystemen: dem Norden AN/APQ-92-Suchradar und einem separaten AN/APQ-112 zur Zielverfolgung sowie dem AN/APN-141-Radarhöhenmesser und einem AN/APN-153-Dopplerradar für Positionsupdates des inertialen Navigationssystems AN/ASN-31. Ein Luftdaten-Computer und ein Ballistik-Computer bereiteten die Radarinformationen für den Bombardier oder Navigator (BN) im rechten Sitz auf. Als weitere Navigationshilfen standen TACAN und Radiokompass zur Verfügung. Wenn es funktionierte, war DIANE das wahrscheinlich leistungsfähigste Navigations-/Angriffssystem seiner Zeit, allerdings litt es unter zahlreichen Kinderkrankheiten, so dass es erst nach einigen Modifikationen zuverlässig arbeitete.

Insgesamt wurden 488 A-6A produziert, darunter sechs Prototypen. Viele dieser Flugzeuge wurden später zu anderen Varianten umgebaut.

Als Basis für den Bau einer A6A Intruder dient der volumöse Bausatz von Trumpeter. Hierzu gibt es sinnvolles Zubehör, wie zwei Ätzteilsätze mit den bedruckten Armaturen von Eduard, neue Resinräder von AMS die das Flugzeuggewicht simulieren und dazu als Goodie für eine in Wartungsposition auf dem Trägerdeck stehende A6 die roten Abdeckklappen für die Einlassöffnungen der Triebwerke. Begonnen wird mit der Anlage der beiden Triebwerke. Diese sind bausatzseitig nur rudimentär und relativ einfach ausgeführt.

Man muss sicher nicht alle Rohrleitungen und Verkabelung am Triebwerk am Modell ausführen, wer die Originalbilder sich ansieht, kann vor Kabelbäumen kaum das Triebwerk erahnen. Ich habe deshalb mit Messingdraht und Gummischläuchen einige wenige große Verbindung beigefügt, um die Plastizität der Triebwerk im Rumpf zu erhöhen. Anschließend werden die Baugruppen aufgrund des Materialmixes grundiert.

In unterschiedlichen Metall- und Farbtönen abgesetzt und anschließend mit Washing und Airbrush die eloxierende Metallwirkung nachempfindend, werden die beiden Aggregate zum Hingucker.

Durch die farbige Betonung heben sich nun auch Kabel- und Schlauchverbindungen nun deutlich ab.

Die Cockpiteinheit besteht aus vier Teilen, 2x Schleudersitze, die Wanne und das Armaturenboard. Hier kommen großflächig die Eduard-Interieur Ätzteile zur Verwendung, die schon perfekt bedruckt sind und durch mehrere Lagen auch die Dreidimensionalität erreichen.

Besser kann man das große Armaturenboard nicht darstellen, dies ist insbesondere wichtig, da hinterher der Blick durch die großen Glaskanzeln hier die Detailtiefe liefert.

Die Schleudersitze sind in diesem Baustadium nur eingesteckt und werden erst bei der Schlussmontage fixiert. Auch sind schöne zusätzliche Gurte und Beschriftungen für die Sitze im Eduard-Satz enthalten. Die Hauptsitzgurte sind im Basisbausatz enthalten.

Ein NATO-Grün für die Sitzauflagen und ein Khaki-Grün für Gurte und Basis trennen die Sitze optisch vom Sitzrahmen. Auch das hinter den Sitzen liegende Panel wird durch Trockenbemalen in seinen Details betont. Die Baugruppe ist nun fertig für den Einbau in die Rumpfhälften.

Als Zwischenschritt für den Rumpfaufbau wird die ausgeklappte Avionik-Einheit unterm Rumpf vorbereitet. Hier sind ein paar Kabel zu ergänzen, die im Basisbausatz natürlich nicht enthalten sind. Die Einheit wird ansonsten in Weiss gespritzt und mit Washing gealtert.

Auch die drei Fahrwerksbeine können angelegt werden. Im Kit sind aus guten Gründen die Hauptfahrwerksstreben als Metallteile angelegt. Zusammen mit den neuen Resinrädern von Ares müssen die Baugruppen vor dem Airbrushen grundiert werden. Zum Schluss werden am Bugfahrwerk noch zwei Bremsschläuche ergänzt.

Der Guss der Resinräder ist natürlich exzellent, auch wenn die Druckbelastung und Wölbung an den Pneus nur gering ausfällt. Für die Lebensdauer des Modells sicher besser als die beigelegten Gummireifen.

Die hinteren Fahrwerksschächte werden mit Ätzteilen nachgebessert.

Die Rumpfhälften passen nun sehr gut zusammen. Damit das Modell auch auf seinen Bugfahrwerk sicher steht, habe ich den Raum hinter dem Radarschott mit Bleigewichten gefüllt.

Diese werden mit Sekundenkleber in die vorhandenen Hohlräume gefüllt-Platz ist hier genug vorhanden.

Alle Oberflächen werden nun geairbrusht und mit Preshadings und Verschmutzungsflecken gealtert. Die mattschwarzen Panels auf Tragflächenwurzeln und Rumpfoberteile werden ebenso lasierend geairbrusht. Die Flügelvorderkanten und der aufklappbare Bug bekommen einen hellen Sandton.

Durch das Preshading und das anschließende Washing der lasiert geairbrushten Oberflächen entsteht der typische Used-Look von stark beanspruchten US-Trägerflugzeugen.

Auch die Unterseiten mit den geöffneten Schächten wird nach ihrer Weisslackierung mit einem verdünnten Farbbrühe gealtert. Öl und Schmutz, Abgasspuren lagern sind in allen Fugen ab.

Der Einbau der Triebwerke erfolgt dann ohne Probleme-sie setzen sich natürlich jetzt schön farblich ab.

Jetzt kann die Radareinheit und das Bugfahrwerk installiert werden. Die Radareinheit bekommt an ihrer Rückseite zum Schott hin noch ein paar Kabel ergänzt. Hier kann man gut sehen, wie stark die Vorderreifen abgeflacht sind, um das Gewicht der Maschine zu simulieren.

Auch die Klarsichtteile am Bugfahrwerk für Scheinwerfer und Markierungsleuchten bringen Leben ans Modell.

Auch das Hauptfahrwerk wird hier nun fest fixiert, dabei kommen die Metallfahrwerksbeine gut zur Geltung, das Modell ist jetzt insgesamt schon 1000 Gramm schwer und braucht festen Stand. Zuerst die Fahrwerksteile am Rumpf befestigen, dann erst die Triebwerksklappen anbringen, also von außen nach innen arbeiten.

Die herausgeklappte Avionikeinheit und die geöffneten Luftbremsen bringen nochmal Gewicht in Richtung Heck. Hier zeigt sich, daß das Modell auf jeden Fall im Bug Zusatzgewichte benötigt. Zum Schluss werden unter dem Rumpf und oben Abgasspuren ausgehendend von den Auslassöffnungen der Triebwerke und allen hervorstehenden Teilen mittels Braun-Schwarz verlaufend aufgesprüht.

Jetzt geht es in die Schlussmontage nach oben- das Modell hat sicheren Stand und jetzt folgen nur noch Anbauteile und die hochgeklappten Flügelenden, die aber Gewichtsverteilung nach vorne bedeuten.

Hier kann man schön die Abgasspuren sehen, die sich über den ganzen Rumpf ziehen und die Decals mit einbeziehen.

Das fertige Modell der A6A Intruder zeigt eine Maschine der VA-35 des US-Trägers "USS Enterprise". In Wartungsposition sind die Flügelenden hochgeklappt und viele Luken und Zugänge göffnet, sowie der Bugradom nach oben geklappt.

Von oben in Seegrau abgetönt sind die vielen abgesetzten Farbpanels ein schöner Kontrast im grauen Einerlei..

Die große Glaskanzel mit den beiden nebeneinander angebrachten Pilotensitzen ermöglicht einen guten Blick in das detaillierte Cockpit.

Die komplizierte Flügelmechanik mit den nachdetaillierten Kabeln und die "Ready to flight"-Wimpel hier an den Bombenträgern.

Abgasspuren zieren den Heckbereich auch über die Markierungen hinweg, hier die geöffneten Windbreaks und die heruntergelassene Avionikeinheit.

Bugradar ohne Bugverkleidung.

Markantes Geschwadermarking auf dem Seitenruder.

Betankungstutzen vor der Sichtkanzel.

In Vorbereitung als Base für die Intruder ist eine entsprechende Anlage mit Deflector von Mario Catania.

Mit einer "Trägerbase" und Deckspersonal, sowie den typischen Decksfahrzeugen wird die Intruder in Szene gesetzt.

Diese bringen einen guten Größenvergleich und zeigen, wie gross die Intruder wirklich ist, schließlich kann sie ein Abfluggewicht bis zu 26 Tonnen erreichen.

Vor einer dramatischen Wetterfront zeigt sie mit allen ihren Klappen und Flügeln ihre technische Schönheit.