Die D0 335 wurde in einigen wenigen Exemplaren auch als zweisitzige Schulmaschine/Trainer gebaut, da das Muster für die Piloten mit ihrer bei Kriegsende wenige Flugerfahrung nicht einfach zu fliegen war. Einige dieser Schulmaschinen wurden von den vorrückenden allierten Truppen erbeutet und u.a. in die USA gebracht. Von seiten der Luftwaffenplanung war angedacht, die zweisitzige Version als Nachtjäger mit einem Radaroffizier als Beisitzer einzusetzen. das Kriegsende beendete diese Überlegungen. Die gezeigte V-12 war einer der Zweisitzer, die die Amerikaner 1945 in Oberpfaffenhofen erbeuteten. Sie ging in britische Hände und wurde 1945 nach Grossbritannien geflogen und im RAE Farnborough getestet. Sie stürzte bei einer der Testflüge ab.

Das Modell von Zoukei Miura ist wieder ein phantastischer Bausatz, der durch ein komplettes Innenleben glänzt. Für die Trainerversion wurde die Basisversion mit zwei zusätzlichen Spritzlingen und einem Update der Bauanleitung für den zweiten Sitz ergänzt. Man beginnt mit dem Rohbau der einzelnen Baugruppen und der kompletten Inneneinrichtung. Im Unterschied zur einsitzigen Version wird statt des großen Rumpftankes der zweite Pilotensitz eingebaut.

Auch die beiden DB-Motoren können fast fertig gebaut werden, hier vorne und hinten, sie unterscheiden sich marginal in einigen wenigen Details und sind außerordentlich gut gemacht.

Ansaugkanäle und Ringkühler werden ebenso vorbereitet. Da man das ganze Modell auch als "Klarsicht-Version" anlegen kann, sind die Rumpfhälften transparent gespritzt. Wer eine geschlossene Version darstellen möchte, muss alle Klarsichteile entsprechend grundieren.

Auch die Tragflächen können ebenso schon montiert werden, hier werde ich eine Hälfte der Spanten offen lassen.

Der Einbau der Heckzelle mit der Welle aus dem Heckmotor kann direkt in die Rumpfhälfte erfolgen, innen ganz in Leichtmetall mit entsprechender Alterung entsteht so ein schöner Kontrast zu den mit Tarnfarbe versehenen Leitwerks.

Nun kann die Cockpitsektion mit den beiden Antriebseinheiten koloriert und probeweise eingepasst werden. Hier zeigt sich die exzellente Passform der Zoukei Miura-Teile. Die gespritzten Ansatzstellen müssen natürlich wieder völlig abgeschliffen werden, den Farbe hält auf Farbe schlecht.

Der hintere Motor ist entsprechend gealtert und mit Washing werden die silberfarbenen Rohrleitung entsprechend nuanciert.

Die beiden Pilotensektionen kommen ganz ohne Ätzteile aus, jeweils hinter den Sitzen das nun etwas kleinere Tankvolumen.

Für Armaturen stehen entweder einzelne oder komplette Decals zur Verfügung. Auch der Fluglehrer auf dem zweiten Platz verfügt über einen, wenn auch reduzierten Instrumentensatz, aber auch über eine komplette Steuerungseinheit.

Mit sauberer Detailbemalung kann man viele der feinen Instrumente betonen, ein Trockenbemalen der dunkelgrauen Einrichtung mit Mittelgrau bringt die Feinheiten des Kits zum Vorschein.

Der vordere DB-Motor hängt in seiner Aufhängung an der Cockpitzelle. Dahinter die beiden MG-151 Kanonen, die auch der Trainer mit sich führte. Die 30mm Bordkanone wird durch den Motor vorne in den Spinner geführt.

Zwischendurch kann man die Fahrwerksteile und die bei der V-12 leichtmetallfarbenen Motorabdeckungen anlegen. Das Fahrwerk ist hervorrragend gefertigt. Gerade bei der sehr schweren Do 335 sind aber unbedingt die Gummireifen an ihren Standstellen abzuflachen, um das Gewicht deutlich zu simulieren.

Im nächsten Bauabschnitt werden die verbliebenen Rumpf- und Tragflächen farbig gestaltet, von oben die klassische Splintertarnung. Auch ist eine sanfte Modulation durch ein Preshading und anschließendes Washing der Fugen sinnvoll. Für die V-12 gibt es einen speziellen Decalsatz, der die Eigenheiten des Prototyps beinhaltet. Hier die Flügelunterseiten.

Von oben wird eine Flügelseite mit ihren Holmen und offen gezeigt, die andere in der Splintertarnung.

Das fertige Modell wird zusammen mit der Cockpitverglasung und geöffneten Wartungsklappen teilweise aufgebaut. Das Modell steht auf einem sehr stabilen und hochbeinigen Fahrwerk, jedoch fehlt im Bausatz ein entsprechendes Gewicht, um die Hecklastigkeit auszugleichen. In meinem Fall wird im Vorderrad und Base eine Verstiftung eingesetzt, so daß das Modell einen festen Stand auf der Base hat, aber auch jederzeit davon entfernt werden kann.

Wie geplant zeigt sich die D 335 Trainer von einer Seite als Cut-off-Ansicht...

..und von der anderen Seite in voller Tarnbemalung. Auf die Abgasspuren rund um die Hecköffnungen habe ich verzichtet, um einen cleanen Eindruck zu erhalten.

So kann man die Maschine auch in Szene setzen.