Da die Geländebeschaffenheit besonders an der Ostfront den Einsatz von Radfahrzeugen zur Aufklärung erschwerte, besann man sich auf eine schon im September 1939 vom Heereswaffenamt erstmals erhobene Forderung, einen Aufklärungspanzer als Vollkettenfahrzeug zu schaffen. Auf Grundlage der mit den Ausführungen G und J gewonnenen Erfahrungen entstand daraufhin der VK 13.01, von dem ein Prototyp hergestellt wurde. Nach geringen Änderungen ging das nun VK 13.03 genannte Fahrzeug im September 1942 in Serienproduktion. Die Frontpanzerung betrug 30 mm, während die Seitenpanzerung 20 mm stark war. Die Besatzung bestand aus vier Mann. Das zwölf Tonnen schwere Fahrzeug erreichte mit einem 180 PS starken Benzinmotor eine für einen Spähpanzer vorteilhafte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Aufgrund der ausschließlichen Verwendung als Aufklärungsfahrzeug lautete die offizielle Bezeichnung „Panzer-Spähwagen II (Sd.Kfz. 123 mit 2-cm-KwK 38) Luchs“. Der Großserienauftrag umfasste 800 Stück, jedoch wurde die Produktion im Januar 1944 eingestellt. Bis dahin wurden 100 Fahrzeuge gefertigt und an die Aufklärungseinheiten der Panzerdivisionen übergeben.

Ein kleines Diorama unter dem Titel "Mines stopped the Lynx" nutzt als Basis das neue Modell von Border Models aus 2022. Für ein so kleines Fahrzeug ein großartiger und kleinteiliger Bausatz. Mit zwei Ätzteilplatinen werden detaillreiche Stellen betont.

Für das Diorama bekommt der Luchs rechts vorne einen Kettenschaden durch das Auffahren auf ein Minenfeld. Staukästen, Gepäck und Sternantenne kommen erst bei der Schlussmontage ans Modell.

Da das Fahrzeug als verlassen dargestellt werden soll, sind alle sinnvollen Luken geöffnet. Der Bausatz verfügt als Interior eine gute Ausarbeitung des Turminneres und die Detallierung der beiden Kühler im Heck. Hier kann man also die Luken offen halten.

Mit im Bausatz ist auch ein gedrehtes Messingrohr enthalten. Das Schachtellaufwerk ist sehr filigran und sogar mit den Drehstäben ausgestattet. Als Vorbild dient ein Fahrzeug der 9. Panzerdivision, das sich durch seine truppenseitig angebrachten Benzinkanistern an Turm und Heck auszeichnet.

Das Fahrzeug der Aufklärungsabteilung der 9. Panzerdivision in der Normandie 1944 erhält einen verwaschenen 3-Farben Tarnanstrich mit Basis Dunkel gelb und grünen und rotbraunen unscharfen Tarnlinien.

Neben einer vierstelligen Turmnummer (selten) sind nur drei Hoheitszeichen am vergleichsweise kleinen Fahrzeug. Die Unterwanne erhält vor der Farbgebung noch Sand- und Erdkursten.

Auf dem Heck sind die truppenseitig angebrachten Holzkisten und Tarndecken untergebracht. Das persönliche Gepäck der dreiköpfigen Besatzung fand so nur außerhalb des Fahrzeuges Platz. Rechts die Sternantenne für die Verbindung zum Abteilungsstab.

Am Heck dichtbepackt Zusatzkanister und der kleine Auspufftopf. Ein paar Decken und Lappen aus den geöffneten Luken ergeben ein verlassenen Eindruck am Fahrzeug,.´´.

Die Verschmutzung der Unterwanne ist später für eine realistische Einbindung in die Dioramabase wichtig. Auf der rechten Seit die aufgesprengte Kette, die einzelnen fehlenden Kettenglieder werden dann im Gelände verteilt.

Interessant ist das die Luken für Fahrer und Beifahrer nach innen aufgehen und so den Turm weiterhin drehbar erhalten. Hier die vierstellunge Turmnummer, hier getrennt, damit die Sehluke am Turm offen stehen kann.

Zweizentimeter Kwk mit achsparalellen MG im Turm. Vorne auf dem Kettenblech sind Feuerlöscher und Werkzeug untergebracht.

So kann es aufs Diorama gehen, ein echter Invasionschlacht-Veteran.

Eine kleine, geschwungene Basis ist genau passend für den Luchs und einer vierköpfigen US-Pioniereinheit, die das Umfeld um den verlassenen deutschen Aufklärungspanzer von Minen befreit. Zwei Resinpappelstämme werden koloriert und mit Laubwerk bestückt und geben ein natürliches Ambiente in dem der Luchs seine Beobachtungsstelle einnehmen wollte...

Die Minensuchmannschaft der GI's kommt von MiniArt und erzählt die kleine Story mit Suchgeräten und zwei Pionieren die mit Hand die Minen im Boden entschärfen.

Die Figuren bieten damit den natürlichen Größenvergleich um auch die Größe des Luchs zu verdeutlichen. Dieser hat auf der kleinen Basis natürlich einen entsprechende Fahrrille, sodaß sich das Gewicht im Gelände auch erkennen lässt.

Die US-Pioniere haben einige spezielle Gepäckstücke für ihre Minensuche am Mann, ansonsten ist der gefährliche Job reine Handarbeit.

Die Fundstellen werden mit kleinen Fähnchen markiert und dann geht es ans Ausgraben.

Hinter der kleinen Baumgruppe hatte sich der Luchs versteckt, bis etwas seine Kette zerriss...

Ein schönes kleines Diorama, wo es viel zu entdecken gibt.