Erste Prototypen des MAZ-543 entstanden 1962, die Serienfertigung begann 1965 und am 7. November 1965 wurden erstmals Exemplare auf einer Militärparade am Roten Platz in der Öffentlichkeit als Teil des SS-1C Scud-B-Raketenkomplexes (9K72 Elbrus) gesichtet. Die Indienststellung erfolgte aber erst 1966.[1] Das Chassis des MAZ-543 wurde vom russischen Konstrukteur Boris Ljwowitsch Schaposchnik entworfen. Das Modell MAZ-543 war ursprünglich für den Transport von Mittel- und Langstreckenraketen konzipiert. Zur Reduzierung der Gesamtlänge des Fahrzeugs war der Gefechtskopf zwischen den beiden Führerhäusern gelagert, was wohl das markanteste Merkmal des Fahrzeugs darstellte. In jedem Führerhaus finden zwei Personen Platz. Fahrzeugkran KS-5573 aus dem Jahr 1982 basieren auf dem Uragan. Das Fahrzeug wird unter anderem bei der Erschließung von Erdölfeldern in Sibirien eingesetzt.

Als Basiskit dient der Scud-B Bausatz von Trumpeter in 1:35, der mit Resinräder von DEF aufgewertet wird. Mit im Bausatz sind Ätzteile von Aber die das Fahrgestell aufwerten. Der Umbausatz kommt von Panzershop,CZ, ein umfangreicher Resinbausatz für den neuen Oberbau und den Kran. Als Anhängelast für das Diorama steht ferner ein Mil-Mi-Hind Bausatz von Trumpeter bereit.

Die beiden Vorderachsen bleiben lenkbar und können so mit den Spurstangen später in eine Fahrtrichtung ausgesrichtet werden. Die Resinräder von DEV verfügen über ein sehr realistisches nach unten abgeplattetes Profil und simulieren so deutlich besser das hohe Fahrzeuggewicht. Für das spätere Diorama mit einem ausgefahrenen Kran werden die abgeflachten Unterseiten der Resinräder schon mit einer Bohrung versehen, um hier später das Fahrzeug mit seiner Base zu verstiften.

Aus dem Trumpeter-Basiskit werden ebenso die beiden Fahrerhäuser komplett aufgebaut. Die Dächer bleiben für die Innenkolorierung abnehmbar. Auch die Scheiben können so nach der Lackierung mit wasserlöslichem Kleber befestigt werden.

Auch Kühler mit Stoßstange vorne können schon anmontiert werden. Ansonsten entfallen alle Anbauteile, die zur Raketenversion gehören. Hier muss man sich also schon gut die Originalbilder der Kranversion anschauen. Weiter geht es nun mit dem Umbaukit von Panzershop.

Der Umbausatz von Panzershop.cz erweisst sich sehr fein gegossener Resinbausatz, der über sehr gute Passform verfügt. Einzig die beigefügte Bauanleitung mit Baustufenbilder (auf CD) ist nicht immer genau erklärend. Hier hilft nur viel anprobieren und die Originalbilder studieren. Ich stelle das Fahrzeug ja im Arbeitsmodus da, hier sind alle Baugruppen des Umbausatzes nur einma zum Probedisplay aufgelegt und alle für die folgenden Arbeitsschritte getrennt abnehmbar. Auch der Kran selber kann in eingefahrenen ode ausgefahrenen Zustand dargestellt werden-die einzelnen Kranbaugruppen sind ineinander verschiebbar.

Die Hydraulikstützen werden jeweils einer Arbeitssiutation oder Fahrlage gekürzt, sie bleiben jeweils horizontal beweglich. Kranaufbau bleibt abnehmbar.

Die Bedienerkabine kann bis auf die Schiebetur schon fertig montiert werden, man kommt später einschließlich dem Ätzteil für die Armaturen an alle Innenbereich heran. Es fehlt völlig die umfangreiche Verkabelung von den Winden und Hebemechanismus. Die muss selber mit Draht oder weichem Lötizinn erstellt werden. Die Seilzüge zur Kranspitze und zu den Umlenkrollen werden erst nach der Lackierung angebracht.

Auch für die Stromeinheit hinter den Fahrerkabinen muss die Verkabelung ergänzt werden.

Krankopf ist ebenso noch ohne Seilzüge für die Lackierung. Hier sind die Angusstellen der Umlenkrollen nach innen zu montieren.

Was völlig fehlt im Bausatz sind die Abklebemasken für den russischen Firmenschriftzug. Auf Nachfrage bei panzershop.cz ergibt sich, das diese nur bei den ersten 50 Bausätzen beigefügt wurde. Warum dieser nur fehlt, bleibt schleierhaft, muss also mit selber setzen und maskieren erstellt werden.

Alle Resinbaugruppen werden nun grundiert. Danach alle Flächen die später weiss erscheinen, weiss gespritzt. Nun kommt der selbst gesetzte Firmenschriftzug für den Kranarm zur Anwendung, den ich in verschiedenen Größen angelegt habe. Die großformatigen kyrillischen Buchstaben können per Abklebemaske auf den Arm übertragen werden.

Nach dem Spritzen des Armes in warmen Gelb und abziehen der Maske ist der Schritzug beidseitig angebracht und kann so in die weiteren Alterungsprozesse der Baugruppe einbezogen werden.

Ein weiterer vorbereitender Arbeitschritt ist das Kolorieren der Innenräume der beiden vorderen Fahrerkabinen. Die Grundfarbe der Innenräume ist ein Türkisblaugrün, die Details werden mit Pinsel aufgebracht. Für die Armaturen sind Decals aus dem Basiskit vorhanden. Ein Washing bringt die Details und Leitungen im Inneren zur Geltung. Die Scheiben setze ich erst nach dem Spritzen und Altern der Außenseiten ein.

Auch die Warnstreifenbereichen an Kranarm, den ausladenden Hydraulikstützen sowie an der Stoßstange vorne werden in Warnstreifenmuster gespritzt, sie können nun so komplett für die weiteren Arbeitsschritte abgeklebt werden.

Das restliche Fahrgestell wird nun Seidenmatt-Schwarz gespritzt. Details mit Pinsel, ein exzessives Washing mit einem rostbraunen Ton bringen die Details zur Geltung. Die schönen Resinräder bekommen zuerst eine erdbraunes Washing für die Vertiefungen. Grauschwarzes Trockenbemalen der Profile betont dann die grobe Reifenstruktur.

Die vordere Stosstange bekommt die Gläser für die Scheinwerfer eingesetzt, davor kommen dan die feinen Ätzteilder Schutzgitter. Zuletzt wird das Abschleppseil mit den roten Seilösen angebracht.

Da man die Motorhaube später nur auflegen kann, kann man den schönen Motor nach wie vor "entdecken". Also wird er gealtert, die Zündkabel "zivil" in Blau hervorgehoben.

Die Auspuffanlage wird mit verdünntem Rotbraun "gewaschen" - sofort kommt der angerostete Eindruck zustande.

Kran mit Drehplattform und Stromaggregat werden nun koloriert und gealtert, die Verkabelung der Zugseile folgt ganz zum Schluss.

Die Plattform für den Kran auf dem Chassis ist ebenso in Seidenmattschwarz gespritzt und mit deutlichen Gebrauchsspuren überzogen. Ergänzt müssen mittels Draht die Aufstiegshilfen auf den Radblechen.

Als letzte Baugruppen folgen die beiden Fahrerkabinen vorne und die dahinter liegende Getriebeüberdeckung - beide in dem ursprünglichen und schon abgenutzten Armeegrün. Als letztes folgen die Kranseile.

Für das Diorama sind die beiden Türen an der linken Kabine geöffnet. So ergibt sich an dem Fahrzeug ein schöner Farbenmix, der die zivilen Baugruppen von den ehemaligen militärischen Baugruppen deutlich absetzt.

Die Hauptkranseile sind aus gedrehtem Garn angebracht. Der kleine Zusatzkranhaken ist in Ruhestellung am Kopf eingehängt. Die Zugseile zur großen Hakenrolle sind aus 0,5mm-Evergreen-Rundprofile angebracht. Im Diorama braucht hier keine wirklich Last angehängt sein, da das Hebeobjekt der Szene noch Bodenkontakt hat.

Das aufgehellte Grün hann ebenso wie die anderen Baugruppen gut gealtert werden. Dies macht die brachiale russische Technik noch dramatischer. So geht es nun in Richtung Diorama...