Für einen Spur I-Sammler wird ein einfaches Plastikmodell eines Mercedes Benz L319 aus den fünziger Jahren im Masstab 1/24 umgebaut und gealtert. Chassis und Karosserei, sowie Türen lassen sich problemlos trennen, ebenso den Glaseinsatz für die Fenster entfernen, Basis ist einfacher Steckbausatz von Riezle, den es mal als Postwagen gab und von einem Auftraggeber in eine Pritschenversion umgebaut wurde.

Die Holzboarde werden entfernt und durch Balsaholzborde mit Einfassungen mittels Evergrennprofilen ersetzt. Nichts geht über echtes Holz für Holzteile.

In den fünfziger Jahren gab es keine grellen Farbtöne, hier wird als die Karosserie neu grundiert und ein Mittelblau in zwei verschiedenen Intensitäten schmückt nun die Blechteile. Der Auftrageber wollte ein gealtertertes, verbeultes Fahrzeug, was dem einfachen Modell natürlich wieder einen Geschichte verleiht. Die Beulen und Schrammen entsteht mittel Schraubezieher auf den erhitzten Plastikteilen an stark beanspruchten Stellen.

So heben sich Karrosserie und die Holzpritsche wohltuend ab. Ein paar Rostflecken an den Metalleinfassungen der Borde schaffen die optische Verbindung zum Gesamtmodell.

Die Zierleiste mit dem Mercedes-Emblem wird ebenso gealtert und setzt sich durch ihre eigene Farbe und die Chromleisten vom übrigen Blech ab. Am Modell fehlen die Scheibenwischer und ein Rückspiegel, diw werden scratch ersetzt, ebenso die fehlenden Gläser für die Hauptscheinwerfer.

Für die Seitenblinker und Rücklichter sind transparente, farbige Glasteile am Modell, also vroher abmachen und dann wieder einsetzen.

Die Rostspuren und Abplatzer entstehen wieder mit trockener Farbe an Schwammstücken, hier sind allein drei verschiedenfarbige Durchgänge nötig.

Türen und Einstiege kann man schön verbeulen, ein Tribut an einen harten Arbeitsalltag.

Das Modell braucht dann nur noch zeitgemäße Nummernschilder. Die Metalleinfassungen der Holzborde werden mit einer feinen Metallspitze "genietet".

..und er fährt noch!