Die RT-20 (russisch РТ-20Р) war eine mobile sowjetische Interkontinentalrakete aus der Zeit des Kalten Krieges. Der NATO-Codename der Rakete lautet SS-15 Scrooge bzw. SS-X-15. Der GRAU-Index lautete 8K99. Als Raketenträger diente der T-10.

Die RT-20P war die erste mobile sowjetische Interkontinentalrakete. Anfangs war es für westliche Experten noch unklar, ob die Rakete aus zwei oder drei Raketenstufen besteht. Es stellte sich heraus, dass der Flugkörper aus zwei Stufen besteht, wobei die erste Stufe von einem Feststoffraketenmotor und die zweite Stufe von einem Flüssigkeitsraketenmotor angetrieben wurde. Die erste Stufe verwendet eine rotierende Düse. In der Entwicklungsphase der RT-20P waren drei verschiedene Startmodifikationen vorgesehen. Die Rakete sollte je nach Version aus einem Silo, von einem Lkw- oder Panzerfahrzeug oder einem mobilen Schienenfahrzeug aus gestartet werden. Letztendlich wurde nur die Lkw- bzw. Panzervariante realisiert. Hierbei befindet sich die Rakete in einem Transport-Start-Kanister, der vor dem Start in eine vertikale Position gebracht werden musste. Der Raketenstartbehälter befand sich auf dem Chassis eines T-YUM-Panzers.

In kleiner Auflage erstellte Panzershop einen Mixed-Bausatz aus Plastik, Resin und Zinngussteilen, um dieses Riesenfahrzeug in 1:35 als Modell umsetzen zu können. Mit dabei ist ein Fruil-Metall-Kettensatz für die T10-Ketten.

Im historischen Kontext ist die SS-15 ein wichtiger Meilenstein in der strategischen Mobilität der sowjetischen Raketenstreitkräfte als ein Zeuge des Kalten Krieges im Jahr 1967.