Der Scammell Commander, eine mächtige 65-Tonnen-Zugmaschine mit Rolls-Royce-Motor, die den alternden Thornycroft Antar in Westdeutschland ersetzen sollte... die sich jedoch in beiden Golfkriegen und im ehemaligen Jugoslawien hervorragend bewährt hat. Ursprünglich als Antar Mk. 4 und später als Contractor Mk. 2 bezeichnet, war der Commander typisch für die massiven Schwerlastwagen, für die Scammell weltweit bekannt geworden war. Doch die Geschichte der Entwicklung des Commander ist beschämend langwierig und beinhaltete zeitweise die Einstellung des gesamten Projekts. Erst am 24. Februar 1984 - fast 16 Jahre nach Beginn des Projekts - wurde der erste Commander in Dienst gestellt, der letzte folgte Anfang 1985.
Nach dem ersten Golfkrieg war ein Umbau erforderlich, der ihm neues Leben einhauchte, aber die schiere Größe des Commander und die Tatsache, dass die Ladung auf nur fünf Achsen transportiert werden konnte, bedeuteten, dass seine Tage gezählt waren.
Ab 2003 wurde der Commander durch den Oshkosh M1070F ersetzt, und insgesamt 100 überzählige Commander wurden an Jordanien verkauft. Heute gibt es in Großbritannien vermutlich nur noch drei Commanders.

Der Bausatz von Hobbyboss kommt für Zugmaschine und Auflieger mit rund 600 Teilen daher und hat hinterher die stolze Länge von rund 50cm. Sehr schön gemacht ist für die das Kolorieren die Fahrerkabine abnehmbar. Kleinteile wie Spiegel und Reserveradkran bleiben vorerst separat. Die Scheiben sind mit beilieenden Masken innen und außen abgeklebt. Auch der dazu angeschaffte Eduard Armaturensatz mit den Sitzgurten kommt erst bei der Schlussmontage an das Modell.

Dazu kann das Fahrerhaus abgenommen werden, sodaß man hier bequem kolorieren kann. Eine Motordarstellung ist nicht vorhanden, die große Haube deckt dies ab.

Fahrer- und Beifahrersitz mit Boden könenn direkt mit dem Fahrgestell verklebt werden.

Türen und Ladekran bleiben separat. Hinter dem Fahrerhaus die Seilwinde für 60 Tonnen Zugkraft, folgend von dem Auflieger.

Für die Auspufftöpfe sind Ätzteile für die Schutzgitter anzubringen.

Die typische Form des Scammel Commanders mit der langen Haube.

Frontgrill aus gebogenem Ätzteil. Die Gläser der Scheinwerfer werden nach dem Lackieren eingesetzt.

Der Fruehauf-Trailer hat ebenso Ätzteile für die mittleren Gitter und Seitenbereiche. Er ist sehr schön gemacht und braucht dafür eine Vielzahl Teile.

Unter dem Trailer die Reserveräder und hinten die doppelten Reifenpaare.

Probesetting mit Trailer, ein schönes Gespann.

Die spätere Transportlast in Form eines Centurion AVRE für eine Golfkriegs-Version.

Das fertige Modell des Scammel Commanders mit seinem Centurion AVRE in der Golfkriegsversion ist in moduliertem Desert Yellow koloriert. Hier kann man durch Lichtschattenwirkung und Postshading viele der Details des anspruchsvollen Modells betonen.

Größe und Gewicht des wuchtigen Transporters kommen auch als Modell gut herüber. Das Fahrerhaus ist weiterhin problemlos abnehmbar und der Centurioen natürlich ablastbar.

Die Zugmaschine verfügt nun über Gewichtsklassenschild in Gelb und den britischen Nummernschilder. Filigran sind die Rückspiegelaufbauten. Da die Türen abnehmbar sind, kann man diese dann für den Versand getrennt verpacken.

Der Fruehauf-Trailer bekommt ebenso seine Alltagspuren. Farbenfroh sind die britischen Verbandsflaggen an den Antennen des Centurions.

Durch die drei Farbaufträge wird das Desert-Yellwo jeweils ins Helle und Dunkle moduliert und durch das anschließende Trockenbemalen kommen die feinen Karosseriestrukturen schön nach vorne, wie hier die große Motorhaube.

Die Reifen haben entsprechende Wüstenverstaubung. Washing und Trockenbemalen bringen Leben in die Felgen.

Das harmonische Bild zwischen Trailer und Räumschaufel. Sie zeigen die gleichen Alterungsspuren.

Hier stehen 50 Tonnen Stahl auf der Ladefläche, AVRE mit den Coalition-Markings des Golfkrieges.

Insgesamt ein beeindruckendes Modell, das eigentlich aus drei Modellen besteht und so rund 900 Teile beinhaltet.