Die Zittwerke AG war ein Tarnunternehmen der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG, das von 1944 bis 1945 in Zittau und dessen damaligem Stadtteil Großporitsch (heute Porajów in Polen) bestand. Am 20. September 1944 ordnete der Reichsminister der Luftfahrt, Hermann Göring, die gesamte Verlegung der Fertigung der Junkerswerke aus Magdeburg und Dessau in die Räume der Gebr. Moras AG in Zittau an. Nach der Produktionsaufnahme im Jahre 1944 diente die Produktionsstätte Zittwerke-Kaserne der Fertigung von Triebwerken vom Typ Jumo 004B, die über Zittau mit verdeckten Güterzügen der Bahn in Richtung Reichenberg und Warnsdorf zu den Montageorten der Flugzeuge in Bayern, wie z. B. der Waldfabrik bei Obertraubling, abtransportiert wurden.

Dabei wurden die Jumo 004 Triebwerke nicht nur bis zur Endmontage unter dem Einsatz auch von Kz-Häftlingen zusammen gebaut, sondern auch auch speziellen Prüfstände auf Funktion getestet.

Noch findet man auf dem Gelände die entsprechenden Einrichtungen, wie hier die Öffnungen für den Abgasstrahl auf den Testständen.

Für eine Ausstellung der Museen Zittau wird ein entsprechendes Diorama in 1:35 erstellt, das neben der Taktstraße mit zwei Jumo 004 auch einen angrenzenden Prüfstand enthält. Mechaniker, Häftlinge und technische Offiziere ermöglichen bei den beiden Stationen den entsprechenden Größenvergleich.

Begonnen wird mit den Kernstücken des Dioramas, zwei Jumo 004 Triebwerke, die sowohl beim finalen Check wie auch auf dem Teststand aufgebockt sind. Sie werden auf hölzernen Transportloren durch die Stationen transportiert, bzw. mit dem Deckenkran auf den Prüfstand gehievt.

Dazu werden aus dem aktuellen Me 262 Bausatz von Trumpeter die zwei Triebwerke entnommen und zusammen gebaut. Dazu müssen die wichtigsten Leitungen und Kabel mit Draht, Kabel und dünnen Kupferdraht angebracht werden.

Die Transportloren werden aus Balsaholz aufgebaut und mit Stahlrädern für die Schienenwege in der Montagehalle ergänzt.

Die Jumo 004 Triebwerke werden dreiteilig koloriert, das Zentralteil in Mattschwarz, die Endstücke in Metallsilber und Hellsilber. Dann kann man die Leitungen entsprechend farblich absetzen. Die Jumo 004 in Zittau waren sicher ohne Verkleidungsteile der Me 262, wurde die Triebwerke ja auch zb. beim Heinkel Salamander oder der Arado 234 verbaut.

Die vorderen Triebwerkkonuse werden schon Graugrün gehalten - sie sind später ein Teil der Flugzeugtarnung.

Das hochaufgebockte Triebwerk ist für den Prüfstand, das tiefer liegende Triebwerk ein Teil der Endmontage.

Drei Figurengruppen werden die Produktionstraße der Jumo 004 Triebwerke begleiten. Dazu zählt Offiziere und Wachmannschaft, die für die Sicherheit und dem reibungslosen Ablauf in den Zittwerken verantwortlich sind. Sie kontrollieren anhand von Plänen die Produktion und sichern den Einsatz der Häftlinge ab.

Klassische Mechaniker sind direkt an den Triebwerken beschäftigt.

Sie sorgen im Diorama für den Größenvergleich für den Betrachter.

Auch die aus dem nahen KZ herangebrachten Häftlinge gehören in dieser Zeit zur Zwangsarbeit an den Wehrmachtsproduktionen.

Sie werden für Hilfsarbeiten, wie gefährliche Tätigkeiten oder Schwerarbeit an den schweren Triebwerken eingesetzt.

Nun können auch schon alle Elemente der Fertigungshalle vorbereitet werden, wie hier als Beispiel die Trägerkonstruktion für den Deckenkran. Es besteht aus zwei 3D-Bausätzen von RT-Diorama. Die Qualität ist sehr gut, allerdings sind die Druckstützen teilweise an sehr ungünstigen Stellen angesetzt, was viele Schleifarbeiten zur Folge hat.

Von unten sieht man den grünen Kranschlitten mit dem Elektromotor- er bekommt bei der Schlussmontage die Kranrolle angesetzt.