Der Panzerkampfwagen VI Tiger war ein schwerer deutscher Panzer, der vom Alleinhersteller Henschel in Kassel von 1942 bis 1944 gefertigt und von der Wehrmacht ab Spätsommer 1942 eingesetzt wurde. Aufgrund seiner starken Hauptwaffe und des hohen Panzerschutzes war der Tiger einer der kampfstärksten Panzer des Zweiten Weltkrieges.

Als schwerwiegende Nachteile galten neben der konventionellen Form – ohne geneigte Panzerung – eine aufwendige Herstellung, die geringe Fahrreichweite, eine schwierige Bergung aufgrund des hohen Gewichts sowie eine komplizierte und dementsprechend störanfällige Technik in Verbindung mit einem hohen Instandsetzungsbedarf, was die Mobilität des Panzers erheblich einschränkte. Infolgedessen gingen mehr Fahrzeuge durch mechanische Defekte und Selbstzerstörung als durch direkte Feindeinwirkung verloren.

Obwohl die strategische Bedeutung des Tigers aufgrund der niedrigen Produktionszahl von nur 1350 Exemplaren gering war, ist er einer der bekanntesten Panzer des Krieges.

Für einen Sammler wird die frühe Ausführung des Tigers E in 1:35 umgesetzt. Auf Wunsch in Wehrmachtsgrau ohne große Alterung. Als Basisbausatz wird das Set von Academy geliefert. Hierzu bietet sich das Fahrzeug 123 von Otto Carius der schweren Panzerabteilung 502 im Herbst 1943 vor Leningrad an der Ostfront an. Kurz vor dem Winter wurden die Neuen Tiger noch in Panzergrau geliefert. Sie verfügten noch über Nebeltöpfe an Turm und vorne auf der Wanne und eine Feifel Filteranlage für die Ansaugluft. Dazu natürlich der typische tonnenförmige Kommandantenturm der frühen Ausfertigung.

Der einfache Tiger Bausatz von Academy verfügt über Gummigleisketten und keine Ätzteile. Er ist aber in seinen Proportionen korrekt und hat die typischen merkmale einer 1943-Ausführung.

Turm mit Rommelkiste und hinten am Heck die Feifel-Ansauganlage. Die Kettenschutzbleche und die Auspuffbleche wurden leicht verbeult. Sie hielten nie lange dem Truppenalltag stand.

Turm und Rohrerhöhung bleiben natürlich beweglich. Der Wagenheber ist hinten rechts am Heck angebracht.

Das Rohmodell ist in sandfarbenen Plastik gespritzt und muss für die dunkelgraue Variante grundiert werden.

Ersatzkettenglieder sind nur am Bug befestigt, erst bei den späteren Varianten gab es auch entsprechende Turmhalterungen.

Das wehrmachtsgraue Fahrzeug wird ohne intensive Alterung, nur mit einer sanften Modulation der Flächen dargestellt. Das finale Trockenbemalen bringt dann wieder die feineren Details zur Geltung.

Auch die Markierungen des "123" sind sparsam, fallen aber durch die gelben Turmnummern auf, die für dieses Fahrzeug von Carius verbrieft sind.

Die breiten Gefechtsketten sind in Schwarz-braun mit den obilgatorischen Abriebspuren an Zahnkränzen und Kettengliedern gehalten.

Einzig die großen Auspuffbleche sind in Rostfarben und Russspuren abgesetzt und bringen so Leben ans Modell.

Unterlegblock und Werkzeuge heben sich auf dem grauen Grundanstrich farbig ab. Vorne der "Elefant" als Kennzeichen der 502.

Auch das einfache Modell des Tigers kann man schön in Szene setzen im nasskalten Gelände vor Leningrad.

Hier sieht man ganz gut, das die leichten Beschädigungen an den Kettenschürzen das Modell etwas lebhafter wirken lässt.

Die Ketten müssten natürlich hinter dem triebrad mehr durchhängen, dafür brauchte das Modell aber eine Einzelgliederkette. Man kann damit leben.

Hier hört man die rund 700PS förmlich röhren.