Der vierachsige "Bison" ist das aktuell schwerste Bergeradfahrzeug der Bundeswehr. Er wurde bisher nur in 12 Exemplaren angeschafft und kann Lasten bis zu 20 Tonnen bergen. 

Das Bergefahrzeug Bison wurde von der Bundeswehr

tatsächlich in Afghanistan eingesetzt, um geschützte Radfahrzeuge zu bergen und abzuschleppen. Es war dafür konzipiert, beschädigte Fahrzeuge zu sichern und zu reparieren, auch unter schwierigen Bedingungen, und wurde dafür in speziellen Sandfarben lackiert. Der erste Einsatzort des Bisons war Afghanistan, um die Ausbildungs- und Schutzkompanien zu unterstützen

Ich habe das Modell in 1:35 von einem anderen Modellbauer und 3D-Drucker übernommen und nachdem die Transportschäden bereinigt wurden, der Sandton etwas moduliert wurde, stand er bereit für die Umsetzung in die Bergeszene mit dem MAN 10tonner.

Das Modell ist sehr schön gedruckt und gebaut und mit dem Radeinschlag gut in einer Bergeszene darzustellen.

Hinten ist der Schleppanker abgesenkt und beweglich, sodaß man in dann in der Bergeszene entsprechend einstellen kann.

Natürlich hat das Modell als 3D-Druck ein entsprechendes Gewicht, ganz wie sein Vorbild.

Im Ganzen wurde etwas mehr Tiefe und Höhen eingesetzt, etwas mehr Staubcharakter oder Russfahnen am Auspuff.

Wie bei der Bildvorlage aus Afghanistan wird als Schadfahrzeug ein MAN 10tonner mit gepanzerter Fahrerkabine angehängt.

Neben der Zusatzpanzerung am Fahrerhaus muss die letzte Achse eingestaucht umgesetzt werden, also die Federbeine entsprechend gekürzt werden.

Das Gespann ist dann schon so rund 45cm lang und braucht dazu dann später eine entsprechende Base.

Im nächsten Schritt wird der MAN farbig gestaltet und bekommt seinen afghanischen Look.

Das Dach der Fahrerkabine bleibt vorerst nur aufgelegt, um den Innenraum kolorieren zu können.

Nach dem Originalbild hat der MAN 10to auf seinem sandgelben Basisanstrich Tarnstreifen in lichtem Grün und Braun. Der Ladekran selber scheint nicht abgetarnt worden sein.

Das Fahrzeug erscheint leicht staubig, wie alle von der Bundeswehr eine Weile in Afghanistan gefahren.

Neben den ISAF-Zeichen wie Deutschlandflagge und grünen Buttons hat er auf der linken Seite auch ein Bundeswehr-Kreuz.

Die durch den Aufbockvorgang hinten eingestauchte Hinterachse hat bei richtigem Winkel überall Bodenkontakt.

Die Fahrerkabine mit der Zusatzpanzerung ist ebenfalls abgetarnt.

Das Gespann jetzt mit voller Kolorierung. Eine entsprechende Base nach dem Originalbild kann man so erst von den Abmessungen anlegen.

Der MAN kann vorne unbedingt noch ein Stück höher aufgebockt werden.

Das Gespann findet seinen Platz auf einer staubigen Campstraße in Afghanistan, zusammen mit einer Figurengruppe von MD Models.

Accessoires wie Panzerwrack, Container oder die bekannten Sanddrahtkisten als Splitterschutz flankieren die Szene.

Hier kann man das Gespann mit entsprechendem Hintergrund gut in Szene setzen, gerade wenn man bei einem langem Modell genug Kulisse drumherum hat.

Die Figuren bilden dabei den so wichtigen Größenvergleich für den Betrachter. Die Gruppe kann man dabei auf und neben den Fahrzeugen drapieren, sodaß sie ein Teil der Abschleppszene bilden.

Auch der alte Revell-Bausatz des MAN 10-Tonners macht dann noch eine gute Figur. Sein verstaubtes Auftreten passt jetzt zur Umgebung.

Der bullige "Bison" beherrscht dabei die Szene. Die Gruppe trägt den Wüstenlook der Bundeswehr mit teils unterschiedlichen Barretfarben.

Der Lenkeinschlag der beiden Vorderachsen des Bison bringt etwas Dynamik in die Abschleppszene.

Wichtig ist die Interaktion der Figuren in der Abschleppszene. Die Splitterschutzdrahtkörbe sind mit Drahtgitter und Sandfüllung selber gemacht.

Ein gutes Beispiel für die Inspiration durch ein Originalbild als Anregung für die Modellumsetzung.