Mit zwei Modellfans besuchte ich im November 2025 nach zweijähriger Unterbrechung wieder das Museum im niederländischen Overloon. Hier hatte sich nach der neue Ausrichtung, der Konzentration auf einen größeren didaktischen Geschichtsbereich der niederländischen Kriegszeit und der Sammlungsbereinigung in Richtung WW2 Originale viel getan. Besonders interessant waren mehrere restaurierte deutsche Fahrzeuge aus dem WW2, die von der letzten Miltracks noch im Museum waren.

Ein Teil des neuen Museumsbereich mit abgedunkelten Themenbereich, die durch geschickte Lichtsteuerung neue Perspektiven und Zusammenhänge eröffnen.

Der restaurierte Panther A der 116ten PzDiv aus der Schlacht um Overloon erstrahlt in voller Restauration auch mit den merkwürdig-doppelten Balkenkreuzen auf dem Turm.

Seit letztem Jahr im Museum: die restaurierte C-47 voll aufgebaut in der Halle.

Als eines der Gastfahrzeuge war der Panzerwerfer 42 noch da, ein Mischung aus Restauration und Replika, leider in Panzergrau, was zum Zeitpunkt der Einführung ziemlich unwahrscheinlich war.

Daneben zwei Sturmgeschütz III Ausf.G, beide fahrfähig, jeweils mit normaler Blende und der späten Saukopf- Blende. Beide mit restaurierter Nahverteidigungswaffe und schon nur mit Stahlrücklaufrollen.

Unrestaurierter britischer Sherman M4 mit Seitenpanzerung bei den Munitionsbunkern. Ungewöhnlich die angeschweissten Griffleisten am Turm.

Der niederländische DAF Panzerwagen aus den 70er Jahren ist einer der wenigen modernen Fahrzeuge, die das Museum noch zeigt. Viele der Nachkriegsfahrzeuge wurden im Tausch an andere Museen abgegeben oder verkauft.

Der aktuelle Horsa Glider bekommt so ein besonderes Fotolicht mit vielen Accessoires rund um eine Horsa Landung.

Über allem thront die C-47.

So schnell kann man Männer glücklich machen.

17 Pfürnder als Umbau der Briten als Selbstfahrlafette oder als massiver Drehturm, diese Variante wurde allein über 300mal auf Cromwell-Fahrgestellen aufgebaut und vorrangig an die polnischen Panzerverbände ausgegeben.

In der ehemaligen Halle 1 ist nun auf einer schrägen Ebene die Relikte einer viermotorigen Lancaster auf deren Originalabmessungen in mühevoller Puzzle-Arbeit ausgebreitet worden. Ein tolle Idee für ein Museem mit einer beeindruckenden Geschichte. Hieran zeigt sich das neue Overloon-Museum mit weniger ist mehr und kreativer Geschichtspräsentation.

Und auch das Biber-Kleinst-U-boot ist noch an seinem alten Platz, aber viel beser ausgeleuchtet. Das neue Lichtkonzept ist viel pointierter und bringt auch alte Schätze in ein neues Licht.

Wer noch nie in Overloon war, steht beeindruckt vor den zerstörten Relikten aus der Schlacht von Overloon selbst.

Cromwell mit nach wie vor unvollständigen Fahrwerk und nicht bereiften Laufrollen warten auf die nächsten Arbeiten.

Die C-47 ist beindruckend schön geworden, wer sie damals bei der Ankufnt zerlegt in der Halle gesehen hat, kann die Arbeit an ihr wirklich würdigen.

Eines der Stars der Miltracks 2025 - der Tiger E in späten Ausführung. Das Fahrzeug ist fahrfähig und wurde aus insgesamt vier Tiger-Wracks zusammen gesetzt.

Man kann bei den Sturmgeschütze so in der Woche in Ruhe Details studieren, wie hier die Lüftergitte auf dem Motordeck.

Das große BAC Amphibienfahrzeug steht immer noch an seinem alten Platz, wir konnten einmal einen Blick in das komplexe Pump und Schwimmsystem in Seitenwannen von oben werfen.

Das warme Herbstlicht in der Halle erlaubt schöne Detailbilder und warme Farbstimmung.

Restauriertes Sdkfz.250, spät und Sdkfz. 2 Kettenkrad friedlich vereint und ganz nah.

Opel Blitz perfekt restauriert mit zweiachsigen Wehrmachtsanhänger.

Die Spitfire ist durch den Einzug des Lancaster Wracks in die hintere Hallendeck verbannt worden.

Kartuschenhülse und Granate für das 80cm-Eisenbahngeschütz "Dora". Die Munitionssammlung des Museums in Overloon ist einzigartig.

Aus dem früheren Sammlungsaufbau ist noch der FT-17 geblieben, letztendlich als deutsches Beutefahrzeug eben auch aus dem WW2.

Fazit: auch wenn sich die Eintrittspreise immer weiter nach oben bewegen, lohnt sich der Besuch in Overloon immer. Die Ausstellung verändert sich ständig und die vielen Gastfahrzeuge sind sehenswert. Ich freue mich auf nächstes Jahr, wenn dort wieder auch Modellbauaustellung von Twenot ist.