Krassucha (russisch Красуха für Schönheit, aber auch Schwarze Tollkirsche) ist der Name einer „Familie“ von Systemen zur Durchführung von elektronischen Gegenmaßnahmen. Die vom russischen Hersteller KRET entwickelten Systeme werden zur gezielten Störung von Lenkwaffen, UAVs und Radarsystemen eingesetzt. Die Serienproduktion begann vor 2012 im Brjansker Elektromechanischen Werk.
Die Russischen Streitkräfte setzten die Systeme in Syrien gegen Drohnen ein und verwenden sie aktuell zur Fliegerabwehr in der Ukraine. Das System Krassucha-4 dient ebenfalls zum Stören von luftgestützten Radarsystemen, wie AWACS, und Lenkwaffen. Darüber hinaus kann es auch zum Stören von Satelliten in niedriger Umlaufbahn verwendet werden. Auch ein Einsatz gegen landgestützte Radarsysteme ist möglich. Krassucha-4 soll in der Lage sein, gegnerische Radarsysteme dauerhaft zu beschädigen. Die Reichweite des Systems wird mit 150 bis 300 km angegeben. Als Trägerfahrzeuge kommen insgesamt zwei geländegängige Lkw von KAMAZ zum Einsatz. Zu erkennen sind das Gerätefahrzeug mit der Antennenanlage und ein Fahrzeug mit der Auswertekabine in einem verlasteten ISO-Standardcontainer.
Der zweite Bausatz von W-Models in 1:35 mit dem russischen Eloka-Fahrzeug entpuppte sich als Improvisationsmodell. Einige Teile entsprachen nicht der Bauanleitung und waren wohl wegen der größeren Stabilität bereits zusammen gedruckt worden. Ein wichtiges Teil wie der Stromaggregatkoffer für das Heck fehlten und die Passform bedingt immer wieder anprobieren, feilen, anprobieren.
Begonnen wird wieder mit dem Fahrgestell, das wieder aus einem zweiteiligen Rahmen besteht, der ausgerichtet zusätzlich verstärkt werden muss. Motor und Radaufhängung sind bereits angedruckt und können so die schön gemachten Räder aufnehmen. Dazu kommen Tanks und seitliche Koffer am Rahmen. Wichtig hier ist also die stabile, waagerechte Ausrichtung des Rahmens, damit das Fahrzeug auch steht.
Die zusammen gedruckte Auspuffanlage muss vorher geteilt werden, da man sonst nicht durch das Getriebegestänge hindurchkommt. Der hintere Teil des Rahmens musste in warmen Wasser gerade gebogen werden, was auf das zu schnelle Verpacken nach dem Druck schliessen lässt.
Nun kann auf dem Chassis das Reserverad und die vier Hydraulikstützen angebracht werden, die entsprechend auch wärmemässig verbogen waren. Für die Aufnahme des schweren Containers in der richtigen Höhe werden zusätzliche Evergreen-Profile aufgebracht.
Das Fahrerhaus wird nebst Bodenplatte mit Armaturen, Sitzen und Lenkrad bis auf die filigranen Anbauteile wie Spiegel und Trittleitern komplett fertig gestellt. Die Scheiben werden von außen nach dem Lackieren eingesetzt. Der Stand des Fahrerhaus auf dem Rahmen ist völlig indifferent und man muss dafür erst Haltepunkte suchen. Für eine erste Standprobe werden Fahrerhaus und Container einmal aufgesetzt.
Das Gewicht des Modell ist nicht unerheblich, so daß ein stabiles Fahrwerk für die weitere Modellebensdauer wichtig ist.
Auf dem Containerdach werden die Aufbauten für das Eloka-Gerät angebracht. Sie sind sehr filigran und teilweise komplett verbogen. Hier müssen sie mit Evergreenprofilen neu aufgebaut werden.
Da der Stromversorgungskoffer als Teil im Bausatz fehlt (keine Vier-Augen-Kontrolle) wird er aus Evergreen-Sheet neu aufgebaut und mit Ätzteilen detailliert. Dazu kommen die feinen Trittflächen oben an der Dachkante dazu. Man kann weiterhin den ganzen Koffer für das Kolorieren abnehmen und so gut behandeln.
Die feinen Anbauteile des Containers gehen über das Fahrerhaus. Sie dienen zur Aufnahme des Tarnnetzes in einer Feuerstellung.
Probeweise ist hier die Eloka-Antenne einmal aufgesetzt. Die weiteren feinen Stützen und Verkabelung erfolgen erst bei der Schlussmontage.
Eloka-Radargerät und Antennenmast werden als fertige Baugruppen aufgebaut und erst nach dem Kolorieren angebracht.
Jetzt können die Baugruppen gründlich grundiert werden.
Das fertige Störsender-Fahrzeug in Arbeitsstellung wirkt mit seinen großen Radarlöffel wie Mickey Mouse - ein seltenes und komplexes Modell. Durch die variablen Abdunkelungen und Aufhellungen des Basisgrüns kann man die zerklüpftete Architektur gut betonen. Das abschließende Trockenbemalen mit Hellgrün betont wieder die feinen Details, die den manchmal groben Druck vergssen lässt.
Der Störsendermast ist nun hinten auf dem Fahrzeug befestigt und wird mit vier Teleskopstützen in Position gehalten.
Russische Kfz-Kennzeichen kommen aus dem Bausatz. Die Scheinwerfer bekommen Gläser aus der Restekiste, sie sind im Bausatz nicht enthalten.
Die Räder werden mit Reifenschwarz und Buff trockenbemalt bzw. geairbrusht, sodass sie ihr schönes Profil zeigen können.
Mit der Störsender-Antenne erreicht das Modell stattliche 38 cm. Es ist insgesamt stabil und transportfähig.