Die bekannten Modellbautage im Museum Stammheim waren 2026 wieder ein Ereignis. Tolles Wetter und die Verlegung in die angenehme Aprilzeit sorgten für gute Stimmung, weniger Schweiss und deutlich gute Besucherzahlen, die einfach länger und entspannt Museum und die Modellbauaustellung genossen.

Bei angenehmen 20 Grad und tollem Licht macht es natürlich viel mehr Freude die Exponate zu studieren und sich zu einem netten Plausch zwischen den Panzern zu treffen.

Ich hatte wieder meinen gewohnten Platz in einem Mittelgang mit rund 450cm Standbreite und konnte man so einiges Neues zeigen, diesmal als Highlights die "Olympic" und die neue Pegasus-Brücke in 1:35. Dazu eine bunte Mischung an 1:35-Dioramen. Auch hier der schöne Effekt, bei angenehmen Temperaturen bleiben die Besucher länger am Stand, fragen neugierig und haben Spass.

Die Ausstellung war diesmal sowohl von den Händler und Ausstellern nicht ganz so voll besetzt, was natürlich in dem ausstellungsintensiven Frühjahr und den höheren Spritpreisen ein natürlicher Effekt sind. Auch mit etwas mehr Vorkommunikation hätte man wohl mehr Reichweite erzielt. Während der Samstag mit den klassischen Modellbaubesuchern etwas unter den Erwartungen blieb, entpuppte sich der Sonntag mit einer Vielzahl Sonntagsausflüger als gute Besucherresonanz.

Neue Händlerimpulse sorgten für Einkaufslust, wie hier ein Händler, der 1:1 Granaten anbot. Wenn auch nur aus Plastik im 3D Druck aber doch beeindruckend anzuschauen. Er hat u.a. im letzten Jahr den in Restauration im Schweizer Heeresmuseum befindlichen Königstiger mit seinen 84 Granaten für den Turm und Wanne ausgestattet.

Die Qualität der Exponate war wieder sehr hoch und gut, wie hier die bekannten Umsetzung des Originalbildes Me262 an der Autobahn bei Leipheim 1945.

Steffen Rieb hat im Moment eine Hubschrauberphase und zeigte eine Reihe Helis in 1:32 in der gewohnten tollen Qualität. Macht immer Spass, ein Wochenende mit ihm und seinem Nachwuchs.

Der bunte Mixed aus Militär und Zivilmodellen macht die Ausstellung sehr unterhaltsam, es kommen so eine Vielzahl von Techniken und Stilen zusammen.

Gute Ideen und der Mut eine Windmühle scratch nachzubauen sind anschauenswert.

Die Aussteller sind in Stammheim meist sehr kreativ in der Präsentation. Der Aufbautag am Freitag bietet dazu die entsprechende Zeit und Platz.

Auch Neuheiten kann man schon finden, wie hier der Projektflieger von "Das Werk" in einem Hallenumfeld.

Man staunt, was so manche Modellbauer für Fähigkeiten entwickelt haben und so hat man in zwei Tagen viel Zeit sich umzuschauen und zu "lernen". In Stammheim sind zudem die meisten Ausstellern entspannter und gesprächsbereiter, auch eine Folge eines bewusst nicht veranstaltenden Wettbewerbes. Man freut sich eher zusammen, als gegeneinander. Insgesamt eine wunderschönes Wochenende und man sollte das Stammheim-Team motivieren, bei dem Frühjahr zu bleiben!