Der Unimog U 5000 zählt zu jenen hochgeländegängigen Produkten aus der Mercedes-Benz Fahrzeugpalette, die für schwierige Einsätze abseits aller Straßen und Wege konzipiert sind. Der Unimog ist das geländegängigste Fahrzeug in der Gewichtsklasse zwischen 7,5 t und 12,5 t zulässigem Gesamtgewicht.

Der Unimog U 5000 wurde bis Ende des Jahres 2010 über den Bundeswehr Fuhrparkservice in einer Stückzahl von 650 Fahrzeugen für die Bundeswehr beschafft. Die Fahrzeuge haben den langen Radstand von 3850 mm. Als Antrieb dient der Mercedes-Benz Dieselmotor OM 924 LA mit 160 kW (218 PS) Leistung in Euro-5-Ausführung. Die Lkw 2t hümS gl verfügen über die BwFPS-Standardpritsche, die von der Firma Sonntag aus Lennestadt entsprechend der speziellen Anforderungen der Bundeswehr entwickelt wurde. Die Pritschen-Aufbauten sind nicht starr mit dem Trägerfahrzeug verschraubt, sondern mit einer doppelten Dreipunktlagerung verwindungsfrei mit dem Fahrwerksrahmen verbunden. Das BwFPS-Fahrzeug verfügt über ein 4-Punkt-Twistlock-Wechselsystem, das Aufbautenwechsel in kürzester Zeit möglich macht. Eine Besonderheit des Aufbaus sind die Stau- und Ladekästen zwischen Fahrerhaus und Pritsche, in denen sowohl die persönliche Ausrüstung der Soldaten als auch Tarnnetz und Bordwerkzeuge untergebracht werden können.

Dieser aktuelle Bundeswehr Unimog mit dem speziellen Koffer zwischen Führerhaus und Pritsche wird als 1:35 Modell von MAD Modellbau (Daniel Ahrendt) gedruckt und wird für einen Auftragssammler gebaut. Begonnen wird mit dem Fahrgestelle, das sich aus rund 15 Teilen nur zusammensetzt und trotzdem sehr schön detailiert ist. Es steht stabil und gut ausgerichtet dank komplettem Achsendruck.

Auch das Innenleben der Fahrerkabine kann aus fünf Teilen zusammen gefügt werden. So kann man es gut vorher kolorieren und dann von unten in dann Fahrerhaus einschieben. Wichtig: die Kotflügel kommen erst an die Kabine, wenn die Bodengruppen nebst Fenster eingesetzt ist!

Diese Baugruppen werden nun gut grundiert, sind aber alle für die Kolorierung gut handelbar. Ich werde nur die Pritschenplane im Nato-Tarnanstrich anlegen, das Fahrzeug selber bleibt in Nato Grün uni. Es gibt keine Referenzbilder, die das Fahrzeug bei der Bundeswehr abgetarnt zeigen.

Hinter der Kabine der genannte Koffer. Die Vorderräder bekommen einen leichten Lenkeinschlag, um das Modell lebendiger erscheinen zu lassen. Fensterscheiben und Decals sind im Bausatz mit enthalten.

Nach dem Kolorieren vor der Schlussmontage kann man den MAD Bausatz schon etwas beurteilen. Der Druck und die Details sind hervorragend. Da es keine Bauanleitung gibt, muss man alles vorher probieren und ggfllss passend schleifen und immer die Rohbaubilder vor sich haben. Großes Manko sind die im Bausatz beigefügten Decals, die einmal nur Y-Nummernschilder und die Feuerlöschhinweise beinhalten und zudem mit einem unscharfen Siebdruck nicht zu empfehlen sind. Da sowieso die taktischen Zeichen fehlen und die Nummernschilder zu gross angelegt sind, hilft hier nur die eigene Ersatzkiste. Von den nötigen Scheiben fehlte eine Seitenscheibe, die sind auch teilweise zu gross, da der Druckzuwachs das Beschneiden nötig macht.

Ich habe hier nur die Plane mit Nato-Tarnanstrich versehen, die Bundeswehr U5000 in der Pritschenform sind meist uni Nato-Grün geblieben.

Das fertige Modell des U5000 mit dem markanten Container hinter der Fahrerkabine. Nur leicht trocken bemalt und etwas Tiefe, sind die Fahrzeuge meist gut gepfelgt.

Das Dach-MG ist zwar im Bausatz enthalten, wird aber in der Praxis kaum angebracht, ich lege es dem Versand lose bei. Schwarz sind die Kotflügel und der hochgezogene Ansaugstutzen an der Kabine.

Auch markant ist die Plane mit den trapezförmigen Abdeckungen. Die feinen Reifenprofile werden zum Schluss mit Mittelgrau trockenbemalt und zeigen ihr feines Detail.

Feiner Kühlergrill, dazu die feinen Gitter vor den Hauptscheinwerfern. Zum Schluss werden die Rückspiegel und die Scheibenwischer angebracht.

Insgesamt ein schönes Modell, das sehr sauber gedruckt ist und bis auf die Decals zu empfehlen ist.