Der Bergepanzer Wisent 1 ist da Upgrade des Leopard Bergepanzers: Jeder Herausforderung gewachsen: Die FFG bietet mit den einsatzerprobten WiSENT 1 ARV, AEV und MC die beste Antwort auf den Strukturwandel in vielen Armeen und die geänderten Einsatzanforderungen. Die flexiblen Konfigurations­möglichkeiten reichen vom Bergepanzer (ARV) mit einem 30 Tonnen Kranarm über den Pionierpanzer (AEV) mit Knickarmbagger bis hin zum Minenräumpanzer (MC).

Ob mit Waffenstation, einem Hitze reflektierenden Tarnnetz oder weiteren optional verfügbaren Systemen – der WiSENT 1 überzeugt durch Modularität, Mobilität und hohes Schutzniveau. Damit ist er ein perfekter Begleiter der Kampffahrzeuge im Einsatz. Die Mehrzweckplattform WiSENT 1 wurde von FFG entwickelt, um flexibel, kostengünstig, effizient und wirtschaftlich den Leopard 2 Kampfpanzer und andere Fahrzeuge in Armeen auf der ganzen der Welt zu unterstützen. Der WiSENT 1 ist ein anpassungsfähiges gepanzertes Fahrzeugsystem, das allen Nutzeranforderungen gerecht wird. Neben dem verbesserten Hydrauliksystem, das in jeder Situation die maximale hydraulische Leistung bietet, kann der Kunde auch andere Upgrade-Möglichkeiten wählen, wie das Hydrogas-Federungssystem, das 960-PS-Kraftpaket oder eine Klimaanlage. Er ist heute schon bei der dänischen Armee im Einsatz.

Für ein Modell des seltenen Wisent 1 gibt es derzeit nur den schon länger auf dem Markt befindlichen Full-Resin-Bausatz von Perfect Scale. Mastermodeller Stefan Schäfer hat hier wieder einen sehr umfangreichen Bausatz aus rund 200 sehr gut gegossenen Resinteilen, einem großen Ätzteilsatz, dänischen Decals und diversen schönen gedrehten Kupferseilen zusammen gestellt. Nicht gerade billig und nur für Fortgeschrittene geeignet. Mit dabei eine gut fotografierte Bauanleitung, wo man aber für manches Detail auf die Originalbilder zurückgreifen muss. Z.B. wird die Räumschaufel garnicht in der Bauanleitung angesprochen. Im ersten Baubaschnitt werden Unter- und Oberwanne und das neue Heck miteinander vereint. Nach dem Entgraten und säubern der großen Gussteile zeigt sich, das die Passform nur bedingt gut ist. Die Bauanleitung erwähnt schon das man den Übergang von Oberwanne zur Heckplatte spachteln und feilen muss. Der Gusschwund offenbart aber ziemlich große Spalten, auch gerade von unten zu sehen. Der Knick in der Oberwanne nach vorne ist in der Tat dem Original entsprechend, wieder etwas dazu gelernt.

Der Übergang von Oberwanne zu Heckplatte wird deshalb möglichst schonend verspachteln und gefeilt. Mit im Motordeck schon die ersten Ätzteile für die Lüfteröffnung.

Das Fahrwerk besteht aus großen Kettensegmenten, die durch Erwärmen angepasst werden und Einzelgliederteile für Antriebsrad und Umlenkrolle vorne. Auf dem ehemaligen Bergepanzer Leo 1 Aufbau kommen die ersten Staukisten des neuen Wisent.

Nun kann das ganze Chassis mit den diversen Anbauteile versehen werden, die ein Mixed aus Resin- und Ätzteile sind. Besonders filigran sind dabei die Winden vorne am Bug und das Hebegeschirr am Heck aufzubauen. Die markanten Kettenschürzen sind bei einem Teil der dänischen Wisente angebracht und verdecken die ehemals typische Leo-1-Fahrwerkmerkmale.

Die Räumschaufel vorne ist abgesenkt fest angebracht für den späteren Einsatz des Kranes in Arbeitsstellung.

Zahlreiche Aufbauteile lassen deutlich das Update zum Wisent 1 erkennen. Insbesondere die Windenabdeckung und die Kettenstaubbleche vorne und hinten sind aus Ätzteilen aufgebaut.

Das umfangreiche Hebe- und Zuggeschirr am Heck lassen später nach dem Grundieren und Lackieren den Spachtelspalt komplett verschwinden. Feine Ketten an der Zugöse und der feine Draht für das Heben des Geschirrs laufen über das Motordeck und werden hier schon verklebt um absolute Festigkeit zu garantieren.

Die Luken für Maschinist und Kommandant bleiben geöffnet. Hier kann man ggflls. noch eine BW-Besatzung einsetzen. Rechts dahinter der Podest für die Nahverteidungswaffe. Nebelbecher sind sowohl am Waffensockel wie auch an der Seitenwand angebracht.

Das neue Gerätedeck über dem Motordeck ist ein extra Baugruppe aus Resin- und Ätzteilen. Hier sind auch einige Ersatzkettenglieder angebracht. Es wird erst nach dem Kolorieren angebracht.

Der Kranarm wird ebenso als fertig Baugruppe erstellt. Hier ist neben der Führung der Stahlseile auch die sehr filigrane Leiter auf dem Arm anzubringen.

Auch werden wieder einige größere Ätzteile verbaut. Man muss sich bei dieser Baugruppe entscheiden, in welcher Stellung der Kran aufgebaut wird, da die entsprechende Hydraulik am Kranfuss verklebt wird.

Kompletter Probeaufbau inklusive Nahverteidigungswaffe als ferngesteuertes 12,7mm-Browning MG. Kran und Waffe und Arbeitsdeck bleiben für den Versand dann getrennt.

Der Kran bleibt in seiner Stecköffnung drehbar (hier kann man mit doppelseitigen Klebeband den Kran fixieren, ohne ihn entgültig zu verkleben). Man sieht aber den kraftvollen Auftritt des Wisent mit seiner deutlich gesteigerten Leistungscharakteristik.

Nun sind die Baugruppen bis auf die Rückspiegel fertig fürs Grundieren.

Dieim europäoschen Raum eingesetzten dänischen Panzerfahrzeuge haben in der Regel nur einen unifarbenen Nato-Grün-Anstrich. Hier muss man gerade bei so einem komplexen Fahrzeug wie dem Wisent dann aber deutlich mit Licht-Schatten-Wirkung arbeiten.

Als Kontrast wird dabei eine geländemässige Verschmutzung der Unterwanne mit Airbrush und Trockensprenkeln aufgebracht. So macht man den Wisent zum geländegängigen Arbeitstier.

Dazu gibt es von mir als Goodie eine zweiköpfige Besatzung, die gerade an diesem Modell für den Größenvergleich wichtig ist. Außer Nummernschilder und einige technsiche Plaketten gibt es ansonsten keine Markierungen am Fahrzeug.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Räumschaufel, die von Erde und Arbeitsspuren gekennzeichnet ist.

Der Kran ist in Arbeitsstellung aufgerichtet. Die Decksplattform auf dem Heck ist nur aufgestellt und kann nach dem Versand fixiert werden.

Im Bugbereich sind eine Vielzahl von Details angebracht, wie die große 40-Tonnen-Winde, doppelte Scheinwerfer, das Bug-MG und die kleine Seilwinde direkt unterhalb des Fahrers.

Im "Gelände" zeigt der Wisent seine brachialen Kräfte auf einer "Probefahrt".

Man kann auch hier den Wisent mit einer Kranlast ergänzen. Man sieht deutlich das nach dem Update des alten Leopard-1 Bergepanzers der Kran deutlich an Volumen und damit Traglast gewonnen hat.

Die Vielzahl der Teile und Details des Perfect-Scale-Bausatzes zeigen sich auch am fertigen Modell, hier muss man allein für den Rohbau rund 20 Stunden rechnen.

Martialische Erscheinung..die Gläser der Scheinwerfer bekamen noch einen Tropfen Klarlack um den Glaseindruck zu verstärken.

Die beiden recht einfachen Figuren passen aber von der Haltung gut in die Lukenöffnungen, gerade die 3/4-Figur im Kommandantenturm harmoniert hier ganz gut. Insgesamt ist der Bausatz von Perfect-Scale wieder ein High-End-Kit mit allen Vor- und Nachteilen eines Full-Resin-Bausatzes. Nicht preiswert, aber gut.