Der Fahrzeugkran mittel, kurz FKM genannt, ist eine geländegängige Pioniermaschine die Lasten bis zu 20 Tonnen heben kann. Der FKM basiert auf einem zivilen Modell der Firma Liebherr. Das Fahrzeug hat eine Allradlenkung und ist deshalb äußerst wendig.

Einige militärische Forderungen erforderten gewisse Modifikationen, dazu zählen das Einhalten das Transitlademaß der Eisenbahn und die Fähigkeit zum bergen und abschleppen von Schadfahrzeugen. Einige Fahrzeuge sind mit dem Werkzeugsatz Retten und Bergen ausgestattet. Dieser Satz wird in einer großen Kiste auf dem Fahrzeugheck mitgeführt und enthält u.A. einen hydraulischen Spreizer und eine hydraulische Schere. Zum bergen von Fahrzeugen verfügt der FKM über eine Rotzler Treibmatic Winde, die in der Regel hinten links montiert ist. Sie kann aber auch bei Bedarf vorne am Fahrzeug angebracht werden.

Das 3D- Modell wurde von Robert van Raamsdonk erstellt, der eine tolle Druck- und Modelltechnik entwickelt hat. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ausgesprochen gut. Hier sind im Kit nicht nur die 3D-Teile enthalten, sonder perfekte Decals und alle Scheiben, sogar für das Kranhaus.

Begonnen wird mit dem Fahrgestell, an das neben den Achsen und beweglichem Radeinschlag auch die schön gedruckten Räder angebracht werden.

Da ich das Modell in einer Hebesituation in einem Diorama zeigen möchte, sind die die Hyrdaulikstützen ausgefahren und heben das Fahrgestell freischwebend über dem Grund.

Kranwiege und Kranhaus bestehen auch nur aus wenigen Teilen, die schnell montiert sind. Sie verbleiben vorerst getrennt, um die Baugruppen grundieren und innen kolorieren zu können.

Probeweise wird das Haus selber aufgesetzt und passt perfekt.

Auf der anderen Seite ist der Platz für das Reserverad, auch das bleibt fürs Lackieren vorerst separat.

Der Kranarm besteht aus drei ausfahrbaren Teilen, die in Fahrsituation ineinander geschoben kaum Länge machen. Auch hier ist die Passform sehr gut. Die Seilrollen werden mit Metallstiften sicher fixiert.

Im Bausatz liegen gleich zwei Hebehaken bei, sodaß einer auf dem Fahrzeug als Reserve gelagert werden kann.

Probeaufbau des Kranarms mit der ausgefahrenen Hydraulikstütze. Insgesamt kann der Kran bis auf 50cm Höhe im Diorama ausgefahren werden. Die Teile werden jetzt grundiert und vorlackiert, die entsprechenden Gummihydraulikleitungen bringt man dann erst später am Modell nach den Originalaufnahmen an.

Das fertige Modell hat seine Stärken und Schwächen. Vorteil ist sicher die einfache und stabile Montage, die sogar eine Hebesituation auf den Hydraulikstützen erlaubt und den Kran sogar bis Maximum ausfahrbar darstellen lässt.

Nachteil ist sicher, das er von Details recht einfach gehalten ist, viele Rundelemente nicht rund sondern eckig gerechnet sind. Das großen Chassisteil ist zudem leicht krumm gedruckt, was man aber auch nur direkt von der Seite sieht. Vielleicht waren die Teile schon länger gelagert. Trotzdem macht der Bau Freude und das Modell ist halt sehr selten.

Der kran selber ist nach wie vor drehbar, aber da ich schon die Position für das Diorama kenne, bleibt es bei der Stellung. Die Kranseile zum Haken sind aus dünnem Messingdraht gehalten, so sind sie immer stramm senkrecht und können auch die spätere Last tragen. Dazu werden oben und unten in die Druckteile kleine Bohrungen als Halt eingesetzt.

Das Fahrerhaus ist recht schön, auch wenn im Bausatz ein paar Fensterteile fehlten, da die Schablone aber dabei war, kann man sich die selber neu schneiden. Der Decalsatz ist eigentlich nur für die niederländische Version gemacht. Für die BW-Version benötigt man noch Y-Kennzeichen.

Ich habe hier den Kran nur zu 50% ausgefahren gezeigt, da sie spätere Last auch nicht klein ist. Insgesamt kann man eine Kranhöhe von rund 50cm erreichen. Die am Kran befindlichen Scheinwerfer und Umlenkrollen brechen leicht ab. Das Druckmaterial ist sehr spröde und Sekundenkleber braucht lange um eine Verbindung zu schaffen.

Tarnanstrich für die BW-Fahrzeuge ist natürlich Nato-3-Farben-Anstrich, den ich mit Schablonen spritze. Die grobstolligen Räder bekommen einen Buff-Hauch und werden dann mit Gummischwarz trocken bemalt. Auf der Rückseite wird noch eine sehr markante Rundumleuchte installiert.

Der Blick in die Kabine zeigt, das man von der rudimentären Inneneinrichtung relativ viel sieht.

Die Stützarme haben gelb-schwarzen Warnbarken, die im Decalsatz vorhanden sind. Alle Stützarme und der Kran bekamen Hydraulikleitungen angebracht. Am Original sind noch viel mehr Leitungen, aberr zumindest sollte man die wichtigsten Leitungen verlegen, den dafür sind die Anschlüsse an den Druckteilen.

Insgesamt ein beeindruckendes Modell, das nun fertig ist für die Verwendung in  einem entsprechenden Diorama.