C.M.170R Fouga Magister ist der erste in Serie produzierte Strahltrainer der Welt. Er entstand auf Grund einer Ausschreibung der Armée de l´Air. Der Prototyp flog am 23.Juli 1952
zum ersten mal, die erste Serienmaschine dann im Februar 1956. Die Bundeswehr interessierte sich schon früh für die "Magister", da sie einen Nachfolger für die T-6 Harvart suchte. Es folgte eine
Bestellung über 234 Flugzeuge von denen 194 in Deutschland gebaut wurden. Am 28.Mai 1957 wurden die ersten beiden Maschinen bei der Flugzeugführerschule A (FFS-A) der Luftwaffe übergeben. Die
Auslieferung endete 1963.
Nachdem aber schon Anfang der 60er Jahre klar wurde das die Schulung für Jetpiloten in die USA verlegt werden sollte, waren die Magister ab 1964 quasi arbeitslos. Die Magister wurden dann auf
andere Jetgeschwader verteilt, vorzugsweise G.91-Verbände als Trainingsmaschinen und Verbindungsflugzeuge. Bei der Luftwaffe endete der Einsatz der Magister 1965. Die nicht mehr gebraucht
Flugzeuge gingen gebraucht an andere Luftwaffen. Die Marine bekam 1959 ihre ersten 2 Maschine und flog die Magister bis 1969, danach endete der Einsatz bei der Bundeswehr. Die Fouga Magister mit
der Kennung AA-011 gehörte zum Arco-Teams der FFS-A in Landsberg in Jahr 1961.
Im Masstab 1:32 gibt es dafür den seltenen Bausatz von Daco Models. Für diesen Masstab wurden dann vom Auftraggeber extra Decals für die AA-011 neu aufgelegt, basierend auf den Decals in 1:48. Der Bausatz ist ein Spritzgussbausatz mit relativ vielen Teilen und einer umfangreichen Detaillierung insbesondere der beiden Cockpits.
Begonnen wird mit der Cockpitzelle selber. Der Bausatz macht von der Qualität so eine Zeitreise in das letzte Jahrhundert. Aufwendig detalliert aber mit weichem Plastik und vielen Angüssen ein klassischer manueller Spritzgussmasterbau. Der Bausatz vereint alle Varianten der Fouga Magister für insgesamt fünf nationale Luftwaffen, von Israel, Belgien bis hin zur bundesdeutschen Version. So muss man in jeder Phase die entsprechenden Teile für die gewählte Version finden. Der Doppelsitzer als Flugschülermaschine hat vorne die Aufhängung für das Bugrad, dahinter die zwei Pilotensitze. Armaturen und die eigentlichen Sitze bleiben fürs Lackieren vorerst separat.
Nach dem Kolorieren können die Armaturenboards und die Sitze eingesetzt werden. Das Cockpit selber ist von Grundfarbe her in Schwarz gehalten. Also kann mit trockenbemalen in Hellgrau und Silber Gravuren und Armaturen hervorgeholt werden.
Auch die Innenseiten der Rumpfhälften werden im Bereich des Cockpit entsprechend farblich behandelt.
Die Seitentaschen an der Cockpitzelle, die ansonsten die Munitionskammern für die Bugbewaffnung aufnehmen, werden schon hier für erstes Bleigewicht genutzt, denn das Modell hat natürlich eine starke Hecklastigkeit.
Weiss heben sich die beiden Sauerstofflaschen für die Piloten ab.
Der Rumpf besteht nicht einfach aus zwei Hälften, sondern aus einem Dutzend von Rumpfteilen. Das ergibt mäßige Passform und das Einpassen des Cockpits ist Probieren, Probieren....
Irgendwann ist der Rumpf geschlossen, es ergeben sich trotzdem leichte Spalten, es ist halt manueller Mastermodellbau als Basis. Der Rumpf ist extrem schmal, hat man die Fouga Magister einmal in Cuxhaven real gesehen, wird sie in 1:32 auch ein extremes Modell.
Für den finalen Rohbau werden nicht nur die Tragflächen am Rumpf angebracht, sondern auch die Bugverkleidung und die festen Kanzelelemente. Dazu wird das Fahrwerk im Rohbau inklusive Radschachtverkleidungen aufgebaut. Leitwerk und Zusatztanks lässt man vorerst separat, so kann man sie später besser mit den großflächigen Decals versehen.
Gerade rund um das Cockpit zeigt sich, das der Bausatz seinen Passformschwächen hat und es gilt so manchen Spalt zu überbrücken. Deshalb müssen die Kanzelgläser sowohl innen wie außen abgeklebt und in dieser Phase mit dem Rumpf fest verbunden und verspachtelt werden, damit hier keine Spalten entstehen.
Nach dem guten Grundieren sind die unterschiedlichen Oberflächen angeglichen und die Baugruppen können mit Silber lackiert werden. Die Cockpitöffnungen werden bei diesen Arbeitsphasen mit Schaumstoffkissen abgedeckt. Darüber kommt dann eine gute Schicht Glanzklarlack als Basis für die Decals.
Schon jetzt sieht man von den umfangreichen Korrekturarbeiten nichts mehr. Jetzt heisst es warten auf den Decalsatz, der schon auf dem Weg ist.
Die Nationalflaggen am Leitwerk werden gespritzt, sie sind zwar auch auf dem Decalbogen, aber so ist die Lösung abriebfest und strahlend in der Farbwirkung.
Die fertige Fouga Magister der Kunstflugstaffel mit der Kennung AA-011 ist eine farbenfrohe und unbewaffnete Version der bundesdeutschen Schulmaschine.
Das Modell wird in Parkposition mit abgesenkten Klappen, geöffneten Cockpithauben, Pilotenhelmen und den Staubschutzdeckel für die Ansaugöffnungen dargestellt. Diese sind natürlich herausnehmbar.
Auffällig ist sofort das kurze Fahrwerk, das einem auch direkt bei der Originalmaschine auffällt. Die Grundfarbe in Alu-Silber ist dabei mit einem typischen Designdekor der 60er Jahre verschönert.
Einzig die Triebwerksauslässe wurde mit Airbrush verrust, was bei dem silbernen Klarlackanstrich besonders gut kommt.
Nicht umsonst hat die Fouga Magister zwischen ihren V-förmigen Leitwerk unten am Rumpf ein kleines Stützrad, ein Tribut an die geringe Bodenfreiheit.
Durch die großzügige Cockpitverglasung lässt sich nun viel vom Cockpit entdecken. Auch das Funkgerät, was man durch die Heckscheibe gut ausmachen kann.
Pilot- und Copilotsitz wurden mit Helmen besetzt. Dies macht die Parkposition noch deutlicher. Zwischen den beiden Sitzen die Flugkamera.