Der Leopard 2A8 ist die neueste Kampfpanzer-Variante für die Bundeswehr, die erstmals seit 1992 komplett neu gebaut wird, um Lücken zu schließen und die Landesverteidigung zu stärken. Er verfügt über ein verbessertes Trophy-Schutzsystem zur Drohnenabwehr, eine stärkere Panzerung und das bekannte L55A1-Geschütz für neue Munition. Deutschland bestellte 123 Stück (mit Option auf 75 weitere), die ab 2027/2028 an die Truppe gehen und zuerst die Panzerbrigade 45 in Litauen ausrüsten sollen
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Der zweite Bausatz der A8-Variante in 1:35 erscheint im Dezember 2025 auf dem deutschen Markt von dem Label Meng. Er unterscheidet sich von dem ersten Bausatz von Amusing Hobby durch deutlich höheren Detailierungsgrad und natürlich den Veränderungen, die vom Prototyp zur Serienfertigung eingeflossen sind. Was sofort auffällt, warum hat Meng die Spritzlinge in weißem Plastik angelegt?
Der Bausatz selber unterscheidet sich von dem Vorgänger gewaltig, es ist nicht nur die Serienversion, sondern viele Details wie zb. gerade bei den Turmaufbauten sind komplett anders dargestellt- das Warten hat sich also gelohnt. Begonnen wird der Rohbau mit der Wanne.
Neben gezogenen Abschleppseilen bekoimmen vor allem die Lüftergruppen auf dem Heck großformatige Ätzteile. Das Fahrwerk bekommt beidseitig eine Einzelgliederketten aus jeweils drei Teilen, die sich problemlos montieren lässt. Man sollte aber für den Bau mindestens einen halben Tag sich reservieren.
Auch im Detail ist der Meng-Bausatz viel feiner detalliert und benötigt dafür auch mehr Teile. Die Wanne kann bis auf die Glasteile, wie hier die Rücklichter komplett montiert werden. Wie gewohnt werden die Abschleppseile vom Heck bis unten zu den Abschlepphaken gezogen.
Auch die Frontpartie ist in der Serienversion ein klein wenig anders als beim Prototyp. Die Passform ist gewohnt sehr gut, die Bauanleitung teilt sich in kleine und gut erfassbare Abschnitte, was das Bauen zur Freude werden lässt.
Der Turm beim A8 wirkt geradezu riesig, er wächst mit den neuen Anbauten nochmal deutlich und bestreitet rund 2/3 des gesamten Bausatzes. Ätzteile finden wieder für die Staukörbe und Lüftergitter Verwendung.
Die Luken habe ich geöffnet dargestellt. Laserturm und Geschütz sind beweglich. Auch am Turm legt Meng bei der Detallierung noch deutlich zu.
Gerade bei den neuen Sensorenanbauten an der Turmfront sind die neuen Abdeckungen oberhalb dazu gekommen. Sie sind eine Zusatzpanzerung schon im Hinblick auf vermeintliche Drohnenangriff von oben.
Seitlich dahinter die Nebelwurftöpfe und die nachfolgenden zehnteiligen Staukörbe.
Die Gestaltung der rückwärtigen Turmanbauten sind auch bei der Serienversion komplett anders. Gerade die kleinen Sensorentürme auf den seitlichen Heckanbauten sind hier bei dem Meng-Bausatz neu.
Bei der deutschen Version ist hinten nur eine einfache Panzerplatte hinter der Ladeschützenluke. Im Bausatz ist auch die internationale Version mit dem zusätzlichen 12,7mm Nahverteidigungsturm enthalten, der eine andere Platte beinhaltet.
Vor dem Grundieren ein letzer Check (ein Fahrscheinwerfer hatte sich verstellt!). Auch hier bevorzuge ich den Fast-Gesamtbau bis auf Antennen und den MG-Aufbau für den Kommandanten.
Wie gross der neue Turm wirklich ist zeigen die Überhänge über die Wanne, er deckt sie fast gänzlich ab.
Der Nato-3-Farben Tarnanstrich für die Bundeswehr wird nach Schemenplan mit weichen Schablonen erstellt, die danach jeweils auf den Flächen leicht aufgehellt werden.
Erste Tiefen werden anschließend mit einem verdünnten Braunschwarz an den Konturen der einzelen Platten betont.
Auch die verrußten Bereiche der Lüfter- und Abgasöffnungen werden danach angelegt. Die wenigen Bereiche, wo später Decals aufgebracht werden, bekommen eine glänzende Klarlackschicht als Grundlage.
Im nächsten Abschnitt kann das Pinwashing mit verdünntem Schwarz erfolgen, die Detailbemalung und dann ein Trockenbemalen mit Hellgrün
Am fertigen Modell sind neben den Decals auch die feinen Kleinteile wie Spiegel, Antennen, Warnleuchte etc. angebracht. Durch das Trockenbemalen werden dann die Feinheiten und Nieten besonders betont und die Tiefen etwas gedämpft.
Hier kann man gut sehen, wie durch das Aufhellen der oberen, flachen Partien das Modell an Plastizität gewinnen.
Zum Schluss kommen rund um die aktiven Kettenbereiche noch ein feine Lehmspritzter, die die Tarnverläufe brechen.
Das mächtige L70 Rohr überragt nach wie vor alles. Auch die Laufrollennaben haben ihren obligatorischen roten Markierungspunkt bekommen.
Die Warnleuchte kommt aus dem Fundus. Das MG3 für den Ladekanonier ist jetzt ebenso mit Lafette auf dem Turmring.
Die Turmoberseite ist mit Optiken und Entfernungsmesser übersät. Hier kann man noch eine Crew in die Turmluken einsetzen.
Ins "Gelände" versetzt wirkt wieder die 3-Farben-Tarnung um den mächtigen 70Tonner einigermaßen zu kaschieren.