Der VT1-2 ist ein deutscher Versuchsträger (VT) der Bundeswehr für einen Sturmpanzer, der zwischen 1973 und 1975 entwickelt wurde, um einen Nachfolger für den Leopard 1 zu erforschen. Er zeichnet sich durch ein Doppelrohr-Kasematt-Konzept mit zwei 120-mm-Kanonen, hohe Mobilität durch einen starken Motor und eine Besatzung von drei Mann aus. Ein Exemplar befindet sich in derzeit im Panzermuseum Munster, nachdem er zwei Jahre lang bis Anfang 2025 im Außengelände des MHM Dresden stand. Er ist im nichtfahrfähigen Zustand.

Das Modell in 1:35 kommt von Takom, verfügt über gute Gummigleisketten und einige wenige Ätzteile, zb. für die Lüftergitter. Für das Kolorieren bleiben Laufrollen und Triebräder, sowie die Rohre separat. Der Bausatz an sich ist recht übersichtlich aber natürlich absolut korrekt.

Koloriert wird in klassischem Bundeswehr-Oliv der 70er Jahre, wie es bei dem Versuchsträger ausgeführt wurde. Die im Takom-Bausatz angeregten What-if-Tarnungen sind natürlich etwas sehr gewagt. Trotzdem hat der Versuchträger BW-Kreuze und Kfz-Kennzeichen für die Fahrten auf dem Truppenübungsplatz.

Die skurille und exotische Formgebung zeigt aber auch Modell das extrem flache Fahrzeugdesign auf, eine echte Hinterhalt-Studie, die aber das Ausrichten mit dem gesamten Fahrzeug auch eine extreme Beanspruchung der Antriebseinheiten bedeutet.

Das Bundeswehr-Oliv wurde etwas changierend aufgetragen, um die jeweiligen Flächen zu betonen und Höhen und Tiefen zu erhalten. Gerade bei den Rohren kann man gut die Aufhellung von oben ausmachen.

Viele Details des recht einfachen Bausatzes kommen dann beim Trockenbemalen mit einem aufgehellten Grün zum Vorschein, wie der Faltenwurf an den Rohrmanschetten oder rund um die Einstiegsluken.

Die ungewöhnliche Heckpartie des VT-1-2 ist noch sehr prototyphaft und greift auf keines der damals bestehenden Baugruppen zurück.

Zum Schluss kommen noch Antennensockel und die Rückspiegel an das Fahrzeug, ein seltenes wie hübsch-hässliches Modell.