Der Entwurf für diesen experimentellen japanischen Jagdpanzer nutzte den mittleren Panzer Chi-Ri als Grundlage. 1945 wurden Jagdpanzer bereits mit dem primären Ziel entwickelt, gegnerische Fahrzeuge bekämpfen zu können. Daher war geplant, den Type 5 Ho-Ri 2 mit einem leistungsfähigen 105-mm-Panzerabwehrgeschütz auszurüsten. Das Fahrzeug sollte auch relativ beweglich bleiben. Da sich die Arbeit am Chi-Ri verzögerte, konnten die Ingenieure vor Ende des Zweiten Weltkriegs keinen Prototyp des Ho-Ri 2 mehr herstellen.
Neben der 105mm Hauptkanone sollte vorn neben dem Fahrer noch eine 3,7cm Kanone und auf dem Motordeck eine 2cm Zwillingsflak zum Einsatz kommen.

Ich bekam ein fertig gebautes Modell von Amusing Hobby als Rohbau mit beweglicher Einzelgliederkette, die natürlich nicht der Belastung eines Lackieren standhält und deshalb fixiert werden muss.

Da es kein richtiges Original des Type 5 Ho-RI II gab, kann man ein fiktives Tarnschema aus drei Farben als Basis verwenden und darauf in verschiedenen Arbeitsgängen das Fahrzeug altern und so die Proportionen des Fahrzeuges betonen. Deutlich kann man jetzt die Anlehnung zb. an den deutschen Jagdtiger ausmachen.

Bis auf die 3,7cm Kanone im Bug ist die Aufteilung in den Fahrerbugraum und dem hohem festen Geschützaufbau identisch. Man kann auch hier davon ausgehen, das das Fahrzeug später auf dem Gefechtsfeld langsam und eine Belastung für alle Wege und Brücken gewesen wäre.

Viele der Aufbauteile sind mit Nieten geschweist, nur die großen Panzerplatten weisen durchgehende Schweissnähte und Verzahnung auf. Wie bei allen japanischen Panzern sitzt der Fahrer in Fahrtrichtung rechts und der Funker links.

Für die Zielerfassung hat der Type 5 Ho-RI II einen separaten Turm rechts auf dem Panzeraufbau mit einer biokularen Zieleinrichtung. Die 105mm-Kanone hat eine geschoßabweisende Blende, aber die Geschützlagerung zeigt dagegen viele Fangstellen.

Auf dem Motordeck war wie beim Jagdtiger eine Fla-Waffe geplant. Sehr ungewöhnlich ist der Buckel oben auf dem Panzeraufbau, der wohl ein Tribut an die große 105mm-Kanone war.

Das verlängerte Fahrgestell des Type 5 war mit seinen vergleichsweise kleinen Laufrollen, die in Zwillingsaufhängungen federten, sicher an seiner Belastungsgrenze.

Die Auspuffanlage am Heck wand sich zu vergitterten Ansaugfiltern nach oben. Große Wartungsluken ermöglichten den Zugang zum Motor auch von hinten.

Schweres Zwillings-MG zur Luftabwehr. Auch der Type 5 Ho-Ri II wäre ein lohnenswertes Ziel der US-Jagdbomber geworden.

Das Modell weist an dem schweren Panzeraufbau schöne Spuren und Strukturen groben Stahls auf. Diese kommen dann beim Altern und Trockenbemalen zum Vorschein.

Auch wenn nur ein Reissbrettprojekt, so ist der Type 5 Ho-Ri II in seiner Kopie vom deutschen Jagdtiger sicher bemerkenswert.

Dieses große Fahrzeug zeigt seine massive Größe nur mit einem passenden Größenvergleich, also Figuren. Mit ihnen zusammen kommt das Modell auf entsprechendes Display, das einen Dschungelweg in Südostasien fiktiv darstellt. Hier kommen mehrere Pflanzenarten zur Verwendung, um die feuchte Botanik anzudeuten. Der Weg dazu ist entsprechend schwer von Fahrzeugspuren gekennzeichnet.

Vier Tamiya-Figuren sind hier ein presiwertes, aber immer noch gutes Accessoire, das sich gut auf und vor dem Fahrzeug anordnen lassen.

In so einer Szene macht dann auch die Tarnung am Fahrzeug Sinn, passt sie dann gut zum Umfeld.

Das massive Erscheinungsbild des japanischen Jagdpanzers quält sich dabei durch enge Dschungelpfade.

Die vier japanischen Infanteristen bilden dabei einen kleinen Begleitschutz. Sie haben teilweise ihr Stoffkappi mit dem Nackenschutz statt Helm auf.

Durch die Figuren wirkt das Fahrzeug natürlich noch größer. Hier muss man den Untergrund entsprechend tief anlegen, damit der 50-Tonner auch einen tiefen Schwerpunkt hat.

Eine typische Hinterhaltstellung für einen Jagdpanzer.

Tarnmuster und Botanik haben hier einige Ähnlichkeiten in ihren Formen.