Die Halberstadt Cl.II wurde von Dipl. Ing Karl Theis als erstes einer Reihe von Cl.-Flugzeugen entworfen. Bis dahin hatten die Halberstädter Flugzeugwerke GmbH (HFW) lediglich Übungsflugzeuge und D-Jäger in Lizenz gefertigt. Drei Prototypen des Halberstadt C.II Zweisitzers wurden im Auftrag der Inspektion der Fliegertruppe (IdFlieg) unter Verwendung des neuesten Mercedes 160PS Motors gefertigt. Der Erstflug fand Anfang Mai 1917 statt. Die anschließenden Tests wiesen die Leistungsfähigkeit des Flugzeugtyps nach und die IdFlieg gab die Produktion frei.

Die Halberstadt CL.II „Brünhilde“ war ein deutsches Erdkampf- und Begleitjagdflugzeug der Schutzstaffel 27b (Schlasta 27b) der Königlich Bayerischen Fliegertruppe im Ersten Weltkrieg. Sie war im April 1918 auf dem Flugplatz Boucheneuil (Belgien) stationiert und wurde unter anderem vom Piloten Karl Prim geflogen.

Wingnuts brachte in 1:32 die Halberstadt Cl.II in mehreren Varianten auf den Markt. Hier möchte ein Sammler als Erinnerung an familiäre Historie die "Brünhilde" umgesetzt haben. Der Bausatz besticht wieder durch sehr schöne Details, zwei großen Decalbogen, insbesondere für die Tragflächendesigns und einer kleinen Ätzteilplatine.

Begonnen wird mit den Motor vorne, dem wassergekühlten 6-Zylinder-Reihenmotor vom Typ Mercedes D.IIIa. Er besteht schon aus rund 20 Teilen und erbringt eine schöne Replik zum Einstieg.

Der Cockpitrahmen ist mit feinen Details versehen, er wird im Rohbau stabil zusammen gebaut und die Einbauten separat gelassen für die Kolorierung.

Alle Einbauteile wie Sitze, Armaturen, Funkgerät, Tank etc. können ebenfalls vorbereitet werden.

Auch die Bordwaffen, Luftschraube mit Spinner und das Fahrgestell ergeben schon fertige Baugruppe.

Der Cockpitrahmen wird in einem blassen Grüngrau gespritzt. Hier finden sich schon einige Holzteile wie Rückwand, Sitze und Bodenplatte. Die Sitzgurte sind lackierte Ätzteile und werden den Sitzformen angepasst.

Der Motor passt einigermaßen vorne in den Rahmen, die Bauanleitung ist natürlich sehr gut gemacht, trotzdem vorher ausprobieren, es geht natürlich eng im Rumpf zu. Auf dem Cockpitrahmen sind teilweise die Sprintertarnung der Tragflächen aufgegriffen. Hier empfiehlt es sich nur das Decal für die Rückwand hinter dem Funkgerät zu nutzen und die kleinen Bereiche auf dem Rahmen manuell zu bemalen.

Die beiden MGs haben teilweise Ätzteile, wie im ganzen Bausatz muss man auch nur genau die Brünhilde-Version beachten.

Luftschrauben sind mit Holzmaserung versehen und glänzend lackiert. Der Spinner ist Reifenschwarz mit entsprechenden Metallabblätterung gehalten.

Ebenso werden innen die Rumpfhälften entsprechend koloriert, dabei sind einige Bereiche als Holzkonstruktion ausgeführt.