Die Schlammperiode (russisch: Rasputiza) bezeichnet die jahreszeitlichen Wetterphasen im Frühjahr und Herbst an der ehemaligen Ostfront. Aufgrund der unbefestigten Wege verwandelten schmelzender Schnee oder starker Regen die Landschaft in ein grundloses Meer aus Schlamm. Dies brachte militärische Operationen, Nachschub und Truppenbewegungen regelmäßig zum Erliegen.

Kräder, Pferdewagen und Versorgungs-LKW versinken selbst auf Knüppeldämmen im Schlamm. In einem Diorama werden typische Fahrzeuge der Wehrmacht in 1941/42 in ihrem Kampf gegen das braune Versinken gezeigt.

An der Spitze der Kolonne schieben Kradmelder ihr Beiwagenkrad durch den Schlamm. Die Figuren sind von MB Models, das Gespann von Tamiya.

Die endgültige Position wird dann direkt auf dem Diorama in dem noch weichen Untergrund fixiert. Die Kradmelder tragen ihre obligatorische Gasmaskenbüchse vor der Brust und nicht auf dem Rücken.

Dahinter ist ein Pferdegespann mit ihren entkräfteten Zugtieren bereits im weichen Untergrund eingebrochen.

Leinen und zerbrochenes Zuggeschirr wird dann ebenso in den weichen Schlamm eingedrückt.

Dahinter quält sich ein französischer AHN in deutschen Diensten durch die aufgeweichte Rollbahn. Die AHN's ebenso den Straßenverhältnissen an der Ostfront kaum gewachsen.

Alle Fahrzeuge und Figuren haben bereits von unten ihre ersten Lehmspuren.

Vier Grenadiere versuchen ebenso den AHN durch den Schlamm zu schieben. Die Figurengruppe kommt von Dragon.

Alle Baugruppen finden auf einem rund 50x25cm länglichen Sockel Platz, in schräger Aufstellung quälen sich Fahrzeuge, Gespanne und Mannschaften über den verschlammten Knüppelfdamm.

Nachdem die Schlammrollbahn gestaltet ist, verleihen mehrere Lagen Klarlack und Arcylwasser den nötigen tiefnassen Eindruck.

Mit entsprechendem Hintergrund kann man nun testen, ob der Eindruck den Originalbildern der damaligen Schlammperiode nahekommt.

Für den Aufbau ist die Reihenfolge der Fahrzeug von Klein bis Gross im Hintergrund wichtig. Die nun im Schlamm eingebetteten Soldaten mit ihren verschmutzten, langen Mäntel und der schiebenden Haltung erzeugen die gewünschten Dramaturgie.

Von oben wird die Vielzahl der Elemente und das Versinken im Untergrund deutlich. Die Reste des Knüppeldammes zeigen, das schon einige Kolonnen darüber gefahren sind.

Die verschmutzten Figuren passen nun zum feuchten Untergrund - knietief versinken die Landser im Schlamm.

Alle müssen schieben, hier geht nicht mehr viel... Die Modelle werden unterschiedlich tief in den Untergrund gedrückt und verschmelzen so mit der Schlammoberfläche.

Das wegbrechende Pferdegespann verliert als Erstes den Halt im nassen Schlamm.

Auch die Landser mit den Winterwendejacken heben sich in dem Chaos gut ab.

Ein spannendes Thema einer klassisches Ostfront-Szene.