Zoopark (russisch Зоопарк für „Zoo“) ist ein Artillerieaufklärungsradar sowjetischen Ursprungs. Varianten und Weiterentwicklungen wurden in Russland sowie in der Ukraine gebaut. Die Russischen Streitkräfte führten Zoopark-1 im Jahre 1997 ein, eine verbesserte Version 1L219M folgte 2004. Außer den russischen Streitkräften nutzt auch China das System.
Die Phased-Array-Antenne besteht aus 3328 Phasenschiebern. Die Radarleistung beträgt 30 kW. Das System ist in der Lage, bis zu 12 Objekte in der Luft zu verfolgen und bis zu 70 Abschusspositionen in der Minute zu berechnen und diese weiterzusenden. Der Abdeckungssektor beträgt 90°.
Erfassungsreichweiten (verschiedene Quellen weisen unterschiedliche Zahlen aus):
Haubitze (Kaliber 105–155 mm) bis 20 km
Mörser (Kaliber 81–120 mm) bis 22 km
Mehrfachraketenwerfer bis 35 km
Taktische ballistische Rakete bis 45 km.
Für die Erkennung und Weiterleitung einer Abschussposition benötigt das System etwa 20 Sekunden. Es kann auch umgekehrt die Geschossbahnen der eigenen Artilleriegeschoss überwachen, um das Feuer gegebenenfalls zu korrigieren. Das System kann eine provisorische Flugverkehrskontrolle an einem Flugfeld übernehmen. Das Trägerfahrzeug ist ein MT-LBu. Das Gesamtsystem hat den GRAU-Index 1L219, das Radar 1L259. Zoopark-1 wird begleitet von einem a 1L30 Wartungsfahrzeug (z. B. Ural-4320) und einem ED30-T230P-1RPM Stromerzeugungsaggregat auf Anhänger. Das Radarsystem kann mit dem Generator des MT-LBU oder einem externen Stromerzeugungsaggregat betrieben werden. Die Besatzung besteht aus drei Soldaten; einem Fahrer und zwei Radarbediener. Das Herstellen der Arbeitsbereitschaft auf dem Ankunftsort dauert fünf Minuten.
Das ukrainische Resin Label SP Designs lieferte seit Jahren ein schönes 1:35er Modell, was früher als reiner Resinbausatz mit spröden Kettensegmenten seine Tücken hatte. Moderne Ausgaben verfügen über eine Einzelgliederkette und feine Teile im 3D-Druck. Ergänzt werden müssen im Rohbau alle Griffe durch Messingdraht, gedrehte Abschleppseile und die Stromleitungen vom Radarsockel zur eigentlichen Radareinheit.
Die Radaranlage wird im ausgeklappten Zustand dargestellt. In Fahrposition legt sie sich flach auf die Turmbasis. Der Turm bleibt nach wie abnehmbar und drehbar. Grau heben sich die 3D-Drucke ab. Ergänzt müssen auch die Schutzbügel für die Fahrscheinwerfer aus Messingdraht.
Die Ketten sind gerade so lang, das sie sich entsprechend dem Original nach dem Triebrad auf die Laufräder legen. Auch hier müssen die Laufräder und ihren Aufhängungen mit Sekundenkleber gut befestigt werden und vor allem waagerecht ausgerichtet sein.
Am Heck die zusätzliche Kühlanlage. Die Heckplatte benötigt immer kleine Spachtelarbeiten, um bündig sich an die beiden Wannenteile anzuschließen.
Gedrehte Abschleppseile muss man ebenso als Zubehör haben, sie hängen hinten auf der linken Wannenseite. Nun kann das Modell komplett grundiert werden, um vor allem die verschiedenen Materialen zu nivellieren.
Als Basisfarbe bekommt das Fahrzeug ein Russisch-Grün, hier mische ich das Nato-Grün mit einem Blaustich ab, davon wird dann in mehreren Durchgängen aufgehellt und abgedunkelt um dem Modell Tiefe zu geben.
Das Postshading betont die vielen Luken und Aufbauten. Zuletzt wird im Bereich des Laufwerkes mit Buff leicht verstaubt.
Das Trockenbemalen mit Hellgrün lässt die relativ feinen Gusstruktur wie hier die Lamellen an dem Radarschirm gut hervortreten.
Der "Zoopark" im Gelände: Das relativ kantige Fahrzeug fällt trotz des Basisgrüns im Anstrich hier deutlich auf. Einzig die Radarfläche selber ist in Khaki abgesetzt.
Die Hebemechanik ist relativ zart aufgebaut, dabei sind die Hyrdaulikarme silber metallisch abgesetzt.
Das Abdunkeln im Bereich der Unterwanne lässt die oberen Fläche heller erscheinen und hat die bekannte Licht-Schatten-Wirkung.