Hier werden zwei große DB Güterwaggons in Spur I durch Alterung den Originalen angeglichen. Ein großer Seefisch-Güterwaggon Kühlwagen TNFHS 32 vom KM1 und ein vierachsiger Gaskesselwagen von MBW. Beide werden in Spielzeugoptik, natürlich teuer und hochwertig angefertigt, aber sie wirken aufgrund ihrer fehlenden Alltagsspuren unrealistisch.

Gerade der Kühlwaggon hat zwar sehr detaillierte und schöne Beschriftungen und eine gut ausgeprägte Wandstruktur, aber gerade diese Details gehen bei einem so großen Modell erstmal verloren.

Ein Washing mit Dunkelgrau betont im ersten Arbeitsgang die Panelstruktur. Es werden durchweg nur lasierende Farben auf Acrylbasis verwendet, die die gedruckten Beschriftungen nicht beschädigen.

Das eintönige Dach erhält durch Tiefe und Schmutzwasserspuren mehr Leben. Erste Rostspuren setzen sich am Rand ab.

Das Chassis wird mit Airbrush und Chipping mit zwei Rosttönen belebt. So kommen auch die feinen Achsdetails besser zum Vorschein.

Der Dachüberhang wird schattiert und die Seitenwände unregelmässig verschmutzt, was gerade die großen Flächen deutlich belebt.

Die hervorstehenden Wandholme haben an den Kanten erste Abblätterungen der Farbe. Die Pufferstempel zeigen ihren Metallabrieb durch das Einstauchen.

Ein "Workhorse" beladen mit Seefischen.

Die Druckgaskesselwagen sind auch in der Praxis Langstreckenläufer und sind nur selten nagelneu.

Dementsprechend ist das 1:32er Modell zwar detailreich und schön beschriftet, sieht aber nach wie vor wie Spielzeug aus.

Hier gilt es besonders die interessnte Dachkonstruktion zu betonen, auf der sich zudem feine Nietenreihen befinden.

Auch hier hat Wetter und Alltag seine Spuren hinterlassen und die Rundung des Aufbaues ist jetzt noch plastischer.

Der schöne Kontrast zwischen Chassis und Druckkörper findet auch farblich seinen Niederschlag. Auch hier bleiben die Beschriftungen gut sichtbar sind aber in die Alterung mit einbezogen.

Gerade die großen Markenbeschriftungen brauchen ihre Unterbrechungen durch Kratzer und Schmutzspuren. Hier kann man gut die Wirkung der feinen Nietenreihen am Blechdach ausmachen.

Aus Kopfhöhe wird die Größe des Vierachser deutlich. Die großen Flächen sind jetzt zusätzlich strukturiert und betonen den Maschinencharakter des Kesselwagens.

Die seitlichen Absperrhähne haben ihren metallischen Abriebspuren vom Auf- und Zudrehen.

Das finale Trockenbemalen mit Hellgrau bringt dann die Kanten nach vorne, was man auch an den Drehgestellen sieht.

Der große Verschluss an der Stirnseite bietet sich zur feineren Bemalung an, ist er doch sehr markant.

Insgesamt sind beide Waggons jetzt deutlich realistischer.